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Konjunktur

Zögerliche wirtschaftliche Belebung rund um Oldenburg

Ein kräftiger Aufschwung ist nicht in Sicht. Zwar ziehen die Geschäfte im zweiten Quartal an, die Unternehmen jedoch sind bei Investitionen zurückhaltend.

Die Aussicht auf eine kräftige Konjunkturbelebung in diesem Jahr schwindet. Die Unternehmen im Oldenburger Land rechnen in den kommenden Monaten mit einer weiterhin nur zögerlichen wirtschaftlichen Belebung. Die Lage hingegen hat sich nach schwachem Jahresanfang deutlich gebessert. Der Konjunkturklimaindex, das Stimmungsbarometer der Wirtschaft im Oldenburger Land, steigt um sechs Punkte auf 106,5. Das ist das Ergebnis der jüngsten Umfrage der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK), an der sich über 300 Unternehmen beteiligt haben.

Jedes vierte Unternehmen bewertet die aktuelle Lage als gut. Nur zwölf Prozent bezeichnen sie als schlecht. Der Anteil dieser negativen Meldungen hat sich damit gegenüber dem ersten Quartal 2013 mehr als halbiert. Zurückzuführen ist dies unter anderem darauf, dass nach dem langen Winter das Baugewerbe nun in vollem Umfang seine Aufträge abarbeiten kann. Auch Industrie sowie Einzel- und Großhandel beurteilen per Saldo ihre Geschäftslage besser als zu Jahresbeginn.

Dennoch sei ein kräftiger Aufschwung nicht in Sicht. „Insgesamt wird die Inlandsnachfrage als zu schwach angesehen, um für den entscheidenden Konjunkturimpuls zu sorgen", erklärt IHK-Hautgeschäftsführer Dr. Joachim Peters. Das in den letzten Monaten anziehende Exportgeschäft reiche allein nicht aus. Daher hielten sich die Unternehmen mit Investitionen zurück. Zudem belasteten weiterhin hohe Energie- und Rohstoffpreise die Ertragslage und schränkten Investitionen ein. „Wir rechnen für das laufende Jahr mit einem Wachstum von um die 0,5 Prozent“, so Peters. Dies sei zwar weniger als zu Jahresbeginn erwartet, angesichts des wirtschaftlichen Umfeldes in Europa aber ein recht gutes Ergebnis. Erfreulich sei zudem, dass die Beschäftigung in den Unternehmen im Oldenburger Land stabil bleibe, so Peters.

Die Branchen im Einzelnen:

Der Auftragsrückgang in der Industrie ist gestoppt. Der Auftragsbestand bleibt dennoch für 37 Prozent der Befragten zu klein, nur zwölf Prozent bewerten ihn als verhältnismäßig groß. Die Stimmung im Baugewerbe ist derzeit gut. Da viele Bauvorhaben erst im späten Frühjahr begonnen werden konnten, gibt derzeit jeder zweite befragte Betrieb eine Auftragsreichweite von mehr als vier Monaten an.

Die Einzelhändler sind mit dem Verlauf des zweiten Quartals unterm Strich zufrieden. Die Umsätze sind gestiegen, viele Verbraucher zeigen sich kauffreudiger als noch zu Jahresanfang. Binnenkonjunktur und Exportgeschäft haben etwas an Schwung gewonnen und für eine Umsatzsteigerung im Großhandel gesorgt. Der Anteil der Negativmeldungen hat sich im Vergleich zum Vorquartal mehr als halbiert.

Die Geschäftslage im Verkehrsgewerbe stagniert. Die niedrigen Transportpreise, hohe Kraftstoffpreise und steigende Lohnkosten sind Gründe hierfür. Im Dienstleistungsgewerbe laufen die Geschäfte nach wie vor gut. Zwar gab es etwas weniger Aufträge im zweiten Quartal, Umsatz- und Ertragslage haben sich aber verbessert

(Redaktion)


 


 

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