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Textil-Discounter KiK

Kontrollen mit fatalen Folgen

Soll einem Menschen, der Schulden hat, die Arbeit an einer Kasse beim Discounter verwehrt bleiben, damit er nicht in Versuchung geführt wird, ein paar Scheine in die eigene Tasche zu stecken? Folgt man dieser Logik, müsste vorsichtshalber jedem verschuldeten Kassierer gekündigt werden. Oder um es auf die Spitze zu treiben: Die Kündigung würde doch nur zum Schutze des Beschäftigten erfolgen.

Nein, eine solche Argumentation ist geradezu pervers. Der Textildiscounter Kik hat jedenfalls in großem Stil überprüfen lassen, ob Mitarbeiter privat verschuldet sind. Bei allem berechtigten Interesse, nur ehrliche Mitarbeiter einzustellen: Solch massenhafte Kontrollen sind schlicht unanständig.

Präventive Logik führt zu Teufelskreis

Zu unterstellen, jeder Mensch mit Schulden neige dazu, in die Kasse zu greifen, ist abstrus. Was wäre die Konsequenz, würden alle Unternehmen so handeln? Wer einmal zum Schuldner wird, bekäme kaum noch einen Job. Die Folgen wären fatal.

Autor Ulf Meinke ist als Redakteur für die Essener WAZ-Gruppe tätig.

Cover-Foto: KiK

(Redaktion)


 


 

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