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Kommentar von Carsten Heil

Konzept für Atomlager Asse: Wie bei den Banken

Mit dem Atommüll-Lager Asse verhält es sich genauso wie mit den dreckigen Papieren, die viele Banken bis vor wenigen Monaten noch ihren ahnungslosen Kunden aufgeschwatzt haben. Bei diesen Anlagekonstrukten wusste zuletzt auch niemand mehr, was darin versteckt war. Genauso wenig ist bis heute bekannt, was wirklich im Lager Asse bei Wolfenbüttel lagert.

Derzeit wird davon ausgegangen, dass es meist schwach-und mittelradioaktiver Atommüll ist. Nur wenige Kilogramm hochaktives Plutonium seien dort verwahrt, hieß es bis vor kurzem vom Helmholtz-Zentrum in München, das das Lager lange betrieben und die Verantwortung getragen hat. Doch am Wochenende sickerte durch, dass dreimal so viel hochgefährliches Plutonium eingelagert sei. So genau wisse man das aber nicht.

Sanierung soll 4 Milliarden Euro kosten

Vier Milliarden Euro werden für die Sanierung der maroden Asse veranschlagt. Seit Januar ist das Bundesamt für Strahlenschutz für die Anlage verantwortlich und damit die öffentliche Hand. Wie bei den Banken hat die Gier privater Unternehmen zu Schäden geführt, die der Steuerzahler ausgleichen muss.

(ots / Neue Westfälische)


 


 

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Niedersachsen

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