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Daimler stark wie nie

Konzern hebt Umsatz- und Gewinnprognose an - 1,35 Millionen Autos Absatzziel

Der Autobauer Daimler fühlt sich angesichts der weltweit boomenden Nachfrage nach Luxusautos und Lastwagen so stark wie noch nie: Konzernchef Dieter Zetsche hob am Mittwoch das Umsatzziel für das Gesamtjahr auf über 100 Milliarden Euro an, erstmals sollen mehr als 1,35 Millionen Autos ausgeliefert werden. Der Gewinn werde "sehr deutlich" über dem Wert des Vorjahres liegen, sagte Zetsche und fügte hinzu: "Wir fahren noch nicht im höchsten Gang. Wir können noch mehr."

Von Claus-Peter Tiemann

Daimler hatte im zweiten Quartal ein Rekordergebnis erzielt. Der Umsatz stieg um 5 Prozent auf 26,3 Milliarden Euro, der Nettogewinn um 30 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro, wie der Konzern in Stuttgart mitteilte. 2010 hatte Daimler einen Nettogewinn von 4,7 Milliarden Euro eingefahren. Bisher hatte Daimler nur von einer deutlichen Gewinnsteigerung gesprochen und das Absatzziel von 1,2 Millionen Autos genannt.

Arbeit in den Werken ohne Sommer- oder Winterpause

Laut Zetsche sind die Pkw-Werke voll ausgelastet. Daimler werde "Sommer und Winter durchproduzieren". 2011 will der Konzern mindestens 10.000 neue Mitarbeiter einstellen, "mit einer Variabilität höchstens nach oben". Der Vorstandsvorsitzende kündigte an, Daimler werde "weitere Kapazität installieren".

Im ersten Halbjahr erreichte Daimler einen Absatz von 51 Milliarden Euro, zehn Prozent über dem Vorjahreswert. Der Nettogewinn lag bei 2,9 Milliarden Euro und damit 50 Prozent über dem Vorjahr.

Laut Zetsche läuft es in den beiden Hauptsparten Autos und Lastwagen rund. Die Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars mit den Marken Mercedes, Smart und Maybach steigerte den Absatz mit 357.600 Stück auf ein Rekordhoch. Der Umsatz nahm um 4 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro zu. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen erreichte den Bestwert von 1,57 Milliarden Euro.

Vor allem im Mittelklasse-Segment und bei den Geländewagen lief es laut Konzern sehr gut. Außerdem hätten die Kunden größere Motoren und mehr Ausstattung bestellt, sowie weniger Rabatte durchsetzen können. Zetsche kündigte an, "die Modelloffensive geht weiter" und nannte als Beispiel die neue Generation des Geländewagens M-Klasse, die im Herbst zu den Händlern kommt. Außerdem kündigte er einen Angriff auf Audi und BMW im Kompaktsegment an, wo Daimler auf der IAA im September die neue B-Klasse vorzeigt.

Die Lkw-Sparte Daimler Trucks legte im Umsatz um 14 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro zu. Der Gewinn stieg auf 474 Millionen Euro.

Bei den Verkaufsplänen der Beteiligung am Luftfahrtkonzern EADS gibt es laut Finanzvorstand Bodo Uebbers nichts Neues: "Wir arbeiten an einer Lösung", sagte er und betonte, Daimler wolle trotz der Verkaufspläne "die industrielle Führerschaft" des deutschen Anteils behalten.

Zetsche bestätigte die Absicht, ab 2013 ein Elektroauto mit dem chinesischen Partner BYD anzubieten.

(dapd )


 


 

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