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Ruhr-Universität Bochum

Forscher haben angeblich Video-Verschlüsselungssystem HDCP geknackt

Der Kopierschutz HDCP für hochauflösende Videos ist möglicherweise unsicher: Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum haben HDCP nach eigenen Aussagen ausgetrickst. Mit relativ wenig Aufwand könne man "das Schutzsystem einer ganzen Branche schachmatt setzen", heißt es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

HDCP ist ein Verschlüsselungssystem, das unter anderem vom US-Chipkonzern Intel entwickelt wurde. Mit ihm sollen geschützte Videos von einem Abspielgerät zum Bildschirm gelangen, ohne dass die Inhalte entschlüsselt und kopiert werden können.

Die Bochumer Uni-Forscher wollen die Ergebnisse ihres Angriffs auf den Kopierschutz kommende Woche auf einer Konferenz im mexikanischen Cancún der Öffentlichkeit vorstellen. Ein Sprecher von Intel äußerte sich zunächst nicht zu dem Fall.

Güneysu: Sicherheitskritische Anwendungen betroffen

Der Bochumer Uni-Professor Tim Güneysu sagte der Nachrichtenagentur dapd, der Angriff auf HDCP sei vor allem für mögliche Anwendungen bei Sicherheitsbehörden und Militär eine Gefahr - "wenn man eine angeblich abhörsichere Leitung hat und dann kann jemand mitlesen".

Die Filmindustrie hingegen sei nicht so stark betroffen, weil Speichermedien wie Blu-ray ohnehin bereits kopiert werden könnten. "Der Schutz ist schon gebrochen", sagte Güneysu.

(dapd )


 


 

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