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Jubiläum

30 Jahre Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen

"Gute wissenschaftliche Arbeit, gepaart mit positiver Außendarstellung und Einmischung in die gesellschaftlichen und politischen Diskussionen, begründen den ausgezeichneten Ruf des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN)". Dies hat der Niedersachsens Justizminister Bernd Busemann (CSU) am Mittwoch in seinem Grußwort zum 30-jährigen Bestehen der Forschungseinrichtung in Hannover hervorgehoben.

"Die Bekämpfung von Kriminalität ist ein vorrangiges Ziel politischen Handelns. Denn jede Straftat weniger ist ein Schritt hin zu einer freien Gesellschaft und zur Schonung der gesellschaftlichen Ressourcen", sagte Busemann. Die kriminologische Forschung zeige erfahrungswissenschaftlich Kriminalitätsphänomene auf und ermittle deren Ursachen. 

Fünfzehn Wissenschaftler

Mehr als fünfzehn Wissenschaftler aus den Fachgebieten Rechtswissenschaften, Sozialwissenschaften, Psychologie und Medienwissenschaften arbeiteten heute am KFN. Die Ergebnisse der Forschung seien von herausragender Bedeutung, national und international anerkannt. Busemann verwies unter anderem auf das Schwerpunktthema "Jugendgewalt" und die breit angelegten Schülerbefragungen, die wichtige Hinweise auf die Gewaltentwicklung im Dunkelfeld gäben. "Es gibt Anzeichen, dass insgesamt die Jugendgewalt nicht mehr ansteigt, sondern sich sogar ein Rückgang der Gewalt andeutet. Es wäre aus meiner Sicht aber natürlich sehr erfreulich, wenn sich dieser Trend auch in absehbarer Zeit messbar in den Zahlen des Hellfeldes ablesen ließe", so Busemann. Am KFN werde intensiv daran gearbeitet, die Ursachen für die Jugendgewalt zu erforschen. Die Einflüsse von Migration und Fremdenfeindlichkeit würden ebenso untersucht wie die Auswirkungen des Medienkonsums. Zwar habe die Schlussfolgerung, dass übermäßiges Spielen von Gewaltspielen am Computer neben anderen Faktoren zu einer erhöhten Gewaltbereitschaft führen könne, dem Direktor des KFN, Professor Christian Pfeiffer, in der Öffentlichkeit nicht nur Beifall eingebracht. "Aus meiner Sicht zeigt aber gerade dieses Beispiel, wie wichtig die Arbeit des KFN für die politische Auseinandersetzung ist", betonte Busemann.

Pfeiffer bleibt KFN-Direktor

Der Justizminister würdigte Pfeiffer als "das Gesicht des KFN", dessen langjährige Tätigkeit als Direktor in besonderer Weise zum ausgezeichneten Ruf der Kriminologie in Hannover beigetragen habe. "Ihr Verdienst kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Dafür möchte ich Ihnen im Namen der ganzen Landesregierung meinen besonderen Dank aussprechen", sagte Busemann. Obwohl er in diesem Jahr das 65. Lebensjahr vollendet habe, werde Pfeiffer sich noch nicht zur Ruhe setzen, sondern bleibe Direktor des KFN. "In den nächsten Jahren wird es darauf ankommen, die richtigen Entscheidungen für die Weiterentwicklung des KFN zu treffen. Ich bin sicher, das KFN wird auch in den nächsten Jahrzehnten seine besondere Stellung unter den kriminologischen Forschungseinrichtungen verteidigen und ausbauen können", so Busemann abschließend.

(Redaktion)


 


 

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