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Schwache US-Wirtschaft lässt Kurse abstürzen - Dax fällt um fast sechs Prozent

Wachsende Angst vor einer Konjunkturflaute hat am Donnerstag die Aktienkurse weltweit einbrechen lassen. Der Dax schloss mit einem Minus von 5,8 Prozent bei 5.603 Punkten. Zeitweise war er bis auf 5.536 Zähler in die Tiefe gerauscht. Grund für den Einbruch waren schwache Konjunkturzahlen: Der japanische Export sank im Juli um 3,3 Prozent, in den USA fielen wichtige Indikatoren deutlich schlechter aus als erwartet.

An der New Yorker Wall Street waren es zu Handelsbeginn Berichte über einen erwarteten Anstieg der Arbeitslosigkeit und Zeichen für eine zunehmende Inflation in den USA, die den Dow-Jones-Index um zeitweise mehr als 500 Punkte fallen ließen. Um 17:40 (MESZ) Uhr stand der Index bei 10.988 Zählern, das bedeutete einen Verlust von 3,7 Prozent. Der Nasdaq-Composite fiel um 4,6 Prozent auf 2.397 Punkte.

Die schlechten Konjunkturzahlen bestätigten das düstere Bild, das zuvor Morgan Stanley in einem Wirtschaftsausblick gezeichnet hatte. Das Fazit der Bank: Die Weltwirtschaft ist nahe an der Rezession. "Es wird nicht viel an zusätzlichen Schocks brauchen, um das Gleichgewicht zu verlieren", hieß es. Den Ausblick für das diesjährige Wachstum der Weltwirtschaft revidierte die Bank von 4,2 auf 3,9 Prozent nach unten; im nächsten Jahr rechnet sie nun mit einem Plus von 3,8 statt 4,5 Prozent.

Die Tendenz stark fallender Kurse hatte in Asien begonnen. Der japanische Nikkei gab 1,3 Prozent nach auf 8.944 Punkte. Auch die wichtigsten Indices in Südkorea, Hongkong und Schanghai verloren zwischen ein und zwei Prozent.

Der MDax in Frankfurt verlor 6,1 Prozent auf 8.533 Zähler. Der TecDax verschlechterte sich um 4,9 Prozent auf 687 Punkte. An den übrigen europäischen Börsen sah es nicht besser aus. Der Euro Stoxx 50 verlor 5,5 Prozent auf 2.203 Punkte. Der Londoner FTSE 100 und der französische Leitindex CAC40 sackten ebenfalls deutlich ab.

Bankaktien stürzen ab

Besonders tief fielen die Kurse von Bankaktien, Societe Generale und die britische Barclays Bank waren sehr schwach. Die Commerzbank stand mit einem Minus von 9,7 Prozent am unteren Ende des Dax. Belastet wurden Bankaktien von den deutsch-französischen Plänen einer europäischen Finanztransaktionssteuer.

Auch in Großbritannien fielen die Konjunkturzahlen schwächer aus als erwartet. Der Einzelhandel wuchs nicht so stark wie erwartet.

Der Euro verlor zeitweise mehr als anderthalb Cent zum Dollar. Gegen 17:30 Uhr stand die Gemeinschaftswährung bei 1,4323 Dollar. Die Europäische Zentralbank legte den Referenzkurs bei 1,4369 Dollar fest.

Im Dax verloren Beiersdorf noch am wenigsten an Wert, die Aktie beendete der Handel mit einem Minus von 2,1 Prozent bei 41,28 Euro. Am schwächsten standen Commerzbank da, die 10,4 Prozent auf 1,90 Euro verloren.

Im MDax beendeten einzig Demag Cranes den Handelstag im Plus: Eine Aktie kostete 45,73 Euro - 1,5 Prozent mehr als zum Vortagesschluss. ProSieben erwischte es dagegen besonders hart, mit einem Minus von 13,8 Prozent stand die Aktie zum Schluss bei 11,60 Euro.

Im TecDax gewannen Drägerwerk 1,8 Prozent auf 69,96 Euro. Solarworld verloren hingegen 11,1 Prozent auf 5,66 Euro.

Als Krisengewinnler präsentierte sich erneut Gold. Der Kurs des Edelmetalls erreicht ein neues Allzeithoch. Eine Feinunze (31 Gramm) kostete in der Spitze mehr als 1.825 Dollar (1.273 Euro).

(dapd )


 


 

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