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Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen

Deutschland stellt um auf Terror

Noch während der aktuell andauernden Innenministerkonferenz (IMK) in Berlin sind im gesamten Bundesgebiet die Sicherheitsvorkehrungen an Verkehrsknotenpunkten und gefährdeten Objekten verstärkt worden. Auch das Reichstagsgebäude, Sitz des Deutschen Bundestags, ist von den Maßnahmen betroffen.

Nach dem Fund zweier mutmaßlicher Paketbomben, die auf dem Weg in die  USA den deutschen Flughafen Köln/Bonn passiert hatten, sprach Bundesinnenminister Thomas de Maizere (CDU) kurz darauf staatsmännisch von einer akuten Terrorbedrohung und rief öffentlich zu Wachsamkeit auf. Nicht überall fand dies nach zahlreichen Terrorwarnungen Widerhall - und das obwohl de Maizière als Mann der eher leisen Töne gilt. Bei den Innenministern von Bund und Ländern versucht man daher nachdrücklich, der Öffentlichkeit den Ernst der aktuellen Lage zu vermitteln. 

Bundestag: Sperrgitter am Reichstagsgebäude

Am Mittwoch versandten daher nach einer vorangegangenen Telefonkonferenz zeitgleich alle Landesinnenminister eine entsprechende Erklärung an die Presse. Ihre Mitarbeiter sind auch in das Gemeinsame Terrorabwehrzentrum (GTAZ) von Bund und Ländern in Berlin mit einbezogen - eine Einrichtung, die ansonsten häufig im Dornröschenschlaf verharrt. Dort laufen derzeit alle Fäden der verschiedenen Sicherheits- und Verwaltungsbehörden von Bund und Ländern zusammen. Alle Maßnahmen können durch das Zusammenwirken der Mitarbeiter dort besser untereinander abgestimmt werden. Auch die Sicherheitsmaßnahmen an den Berliner Ministerien wurden verschärft: Vor dem Reichstagsgebäude wurde Sperrgitter aufgestellt, die Präsenz der Polizei deutlich erhöht. Die bekannte Kuppel soll jedoch weiter zugänglich bleiben.

Berlins Innensenator Erhardt Körting (SPD) rief am Donnerstag nicht nur zur Wachsamkeit auf, sondern gab sogar noch Hinweise, auf welche Auffälligkeiten die Bürger achten sollen. Demnach seien ungewöhnliche neue Hausbewohner, die kaum mit einem redeten, kein Deutsch sprächen und sich selten blicken lassen würden ein Anlass, diese neuen Bewohner der Polizei zu melden.

(Redaktion)


 


 

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