Sie sind hier: Startseite Weser-Ems Finanzen
Weitere Artikel
Merkel: Lage sehr ernst

Griechen vor der Entscheidung zwischen Euro & Drachme

Deutschland und Frankreich setzen Griechenland unter starken Druck. Die geplante Volksabstimmung müsse positiv für den Euro ausgehen, und die Griechen müssten die Beschlüsse des Brüsseler Gipfels vom 27. Oktober erfüllen, sagten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Staatspräsident Nicolas Sarkozy am Mittwochabend in Cannes nach einem Treffen mit dem griechischen Ministerpräsidenten Giorgios Papandreou. Mit dem Vorgehen sei Papandreou "absolut einverstanden".

Von Kerstin Münstermann und Harald Schultz

Die Ankündigung des Referendums habe die "psychologische Situation massiv verändert", sagte Merkel. Sarkozy sagte, möglich sei die Abstimmung am 4. oder 5. Dezember.

Sarkozy appellierte an Griechenland, einen politischen Konsens zu erzielen. Es sei legitim, das Volk zu befragen, aber das Referendum müsse so schnell wie möglich kommen. Auch die Frage müsse klar ausgestaltet sein: "Will Griechenland in der Euro-Zone bleiben oder nicht?", sagte Sarkozy.

Papandreou will Konsens in seinem Volk

Papandreou erklärte, sein Land werde seine Verpflichtungen erfüllen. Er wolle so schnell wie möglich das Referendum organisieren. "Das griechische Volk ist weise und fähig", fügte er hinzu. "Es geht um die Frage, ob wir in der Euro-Zone bleiben wollen. Wir werden ein 'Ja' erleben", fügte er hinzu. "Wir brauchen einen breiten Konsens." Eine positive Entscheidung des griechischen Volkes sei nicht nur eine positive Entscheidung für Griechenland, sondern auch für Europa.

Merkel sagte weiter: "Wir haben zusammengesessen als Freunde in Europa. Wir wollen Griechenland helfen und wollen auch, dass es im Euro bleibt. Aber es gibt die einseitige Entscheidung Griechenlands und die hat die Situation massiv verändert", erklärte Merkel. Daher könne die sechste Tranche erst ausgezahlt werden, "wenn Griechenland alle Teile der Entscheidungen vom 27. Oktober angenommen hat und das Referendum positiv in Richtung Euro ausgeht", sagte Merkel. Deutschland und Frankreich würden lieber mit als ohne Griechenland in der Eurozone arbeiten. Aber es gehe um den Euro als Ganzes.

Sarkozy und Merkel heben "Ernst der Lage" hervor

Die Beschlüsse des 27. Oktober müssten "beschleunigt" umgesetzt werden, besonders die Umsetzung der "Brandmauer" für Italien und Spanien. Dazu werde es am Rande des G-20-Gipfels Beratungen geben, Am Montag werde eine Sitzung der Euro-Gruppe folgen, kündigte die CDU-Politikerin an. Sarkozy sagte, bereits am Donnerstag würden die deutschen und französischen Finanzminister sich mit dem EU-Kommissar Olli Rehn treffen. Sarkozy sagte: "Wir sind bereit, Griechenland zu helfen. Aber es muss die Regeln einhalten." Der französische Präsident hob ebenfalls den "Ernst der Lage" hervor.

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, erklärte, sie hoffe, dass die gesamte Angelegenheit bis Mitte Dezember über die Bühne sei.

(dapd )


 


 

Griechen
Angela Merkel
Bundeskanzlerin
Cannes
Griechenland
Entscheidung
Referendum
Konsens
Euro-Zone
Lage
Oktober
Papandreou
Sarkozy
Volk

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Griechen" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: