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Energieeffiziente Straßenbeleuchtung

Land stockt Förderprogramm um eine Million Euro auf

Die Kommunen in Niedersachsen müssen umdenken: Grund ist das Inkraftreten des EU-Glühbirnenverbots. Viele Städte und Gemeinden müssen daher damit rechnen, dass ihre Leuchtmittel bald nicht mehr erhältlich sind. Zum Teil ist dies auch gut so, da modernere Energiesparlampen bei gleicher Leistung eine wirkliche Alternative zu herkömmlichen Leuchtmitteln sein können. Auch bei der kostenträchtigen Straßenbeleuchtung. Damit Niedersachsen bald nicht im Dunkeln steht hatte das Land ein Förderprogramm aufgelegt. Mit überwältigender Resonanz.

Insgesamt 88 niedersächsische Kommunen können in einer ersten Förderrunde von Geldern für die Modernisierung der Straßenbeleuchtung mit energieeffizienter Technik profitieren (siehe Tabelle). "Diese gute Nachricht werden wir nun diesen Kommunen mitteilen", erklärte Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) am Montag in Hannover. "Anfang August hatten wir zunächst eine Million Euro zur Verfügung gestellt und den Nagel auf den Kopf getroffen. Bereits nach wenigen Tagen lagen knapp 50 Förderanträge vor. Da der Bedarf, die Straßenbeleuchtung zu modernisieren und so Energiekosten zu sparen derart groß ist, stocken wir das Programm "Energieeffiziente Straßenbeleuchtung" um eine weitere Million Euro auf." Die zusätzliche Million ist nun jedoch bereits zu mehr als der Hälfte ausgeschöpft. Anträge sind nach Sanders Worten immer noch möglich. Die Antragssumme ist auf 25.000 Euro pro Kommune begrenzt.

Stromkosten erheblicher Kostenfaktor

Hintergrund ist, dass die Stromkosten für die Straßenbeleuchtung insbesondere in kleineren Kommunen oft bis zu 50 Prozent der Gesamtstromkosten ausmachen. Grund dafür ist nach Angaben des Landes eine überalterte Technik aus den 70er und 80er Jahren. "Bis zu 50 Prozent CO2 können vermieden werden und darüber hinaus wird auch viel Geld eingespart," warb der Minister. Fakt ist aber auch, dass sich zahlreiche Kommunen immer noch nicht mit den gravierenden Auswirkungen des Glühbirnenverbots beschäftigt haben. Sie müssen sich bei gleichzeitig drohenden einbrechenden Gewerbesteuereinnahmen um eine Umrüstung kümmern. Angesichts der langfristigen Kosteneinsparungen und Umwelteffekte eine durchaus lohnende Investition.  So kann neben dem Austausch von Leuchten auch über das Management der Beleuchtung (Steuerungstechnik), wie die Optimierung der Schaltzeiten oder eine Leistungsreduzierung (Dimmer) bis zu 30 Prozent Energie eingespart werden. Mit dem Förderung des Landes Niedersachsen können sowohl Planungskosten für eine bevorstehende Umrüstung, wie auch erste Umrüstungen in der Übergangsphase finanziert werden.

Das Förderprogramm für energieeffiziente Straßenbeleuchtung war Anfang  August 2009 gestartet worden. Auch weiterhin können die Förderanträge auf den Internetseiten der N-Bank abgerufen werden. Die Vergabe der Fördermittel erfolgt nach der Reihenfolge des Eingangs der vollständigen Antragsunterlagen bei der N-Bank.

Cover-Bild: Seedo / www.pixelio.de

(Redaktion)


 


 

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