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Landesbibliothek Oldenburg

Die große Faszination der fremden Insektenwelt

Die Landesbibliothek Oldenburg präsentiert seit wenigen Tagen die Ausstellung „Schauplatz der kriechenden und fliegenden Gewürmer. Kulturgeschichte der Insekten“. Auch

Die fremde Welt der Insekten fasziniert den Menschen seit Jahrtausenden. Schon im Altertum hatten diese kleinen Lebewesen in den verschiedenen Kulturen eine große Bedeutung. Auffällig ist dabei, dass das Interesse immer vom Nützlichkeitsprinzip bestimmt wurde. Während Seidenraupen und Bienen als nützlich angesehen wurden und Schmetterlinge wegen ihrer Schönheit beliebt waren, galten andere Sechsbeiner wie Mücken, Flöhe, Schaben und Heuschrecken als Schädlinge.

Die Ausstellung präsentiert prachtvolle entomologische Buchillustrationen aus der Landesbibliothek Oldenburg von der Renaissance bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie zeichnet damit in chronologischer Folge das zunehmende wissenschaftliche Interesse an der Gattung der Insekten in der Neuzeit nach, ohne jedoch eine Wissenschaftsgeschichte der Insektenkunde im engeren Sinne bieten zu wollen. Kulturgeschichtliche Aspekte dieser Spezies werden beispielhaft anhand von theologischen und emblematischen Werken aufgezeigt, in denen die Insekten symbolisch auf das Heilsgeschehen oder auf moralische oder philosophische Botschaften hin gedeutet werden.

Die Glanzstücke der Ausstellung und gleichzeitig die künstlerischen Höhepunkte wissenschaftlicher Buchillustration liegen im 17. und 18. Jahrhundert, wo sich ausgebildete Maler wie Maria Sybilla Merian und August Johann Rösel von Rosenhof dem Studium der Insekten widmeten.

Auch Origami-Insekten können bestaunt werden

Die „Schauplatz der kriechenden und fliegenden Gewürmer. Kulturgeschichte der Insekten“ wurde gemeinsam von Drs. Hans Beelen (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) und Michaela Klinkow M.A. (Landesbibliothek Oldenburg) konzipiert und erarbeitet. Das Landesmuseum für Natur und Mensch Oldenburg ergänzt mit präparierten Insekten aus ihren Sammlungen freundlicherweise die Schau.

Auch die Oldenburger Origami-Gruppe steuert gefaltete Insekten bei. Die Besucher erwartet daher eine Vielzahl schöner Käfer, Raupen, Schmetterlinge, Fliegen und anderer Sechsbeiner aus Papier. Auch ein besonderer Meister auf diesem Gebiet konnte für die Ausstellung gewonnen werden: Der 1947 auf Norderney geborene Klaus-Dieter Ennen beschäftigt sich schon seit 30 Jahren mit der Faltkunst und ihren Möglichkeiten. Seit 1992 entwickelt er zudem eigene Modelle, über die er bereits mehrere Bücher veröffentlicht hat. Die Landesbibliothek Oldenburg zeigt Beispiele von Ennens kunstvollen Schmetterlingen und Käfern. Ermöglicht hat dies die Künstlerin Birgit Schumacher von der Oldenburger Origami-Gruppe.

Die Ausstellung ist während der normalen Öffnungszeiten  noch bis zum 28. April 2012 in der Landesbibliothek Oldenburg am Pferdemarkt (nahe Innenstadt) zu sehen. Öffentliche Führungen finden am 8. März, 28. Märzund 26. April 12 jeweils um 17:00 Uhr statt, Gruppenführungen auf Anfrage. Kontakt unter Tel.: 0441 / 799-2800

(Redaktion)


 


 

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