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Landkreis Osnabrück

Neujahrsempfang fand im Kreishaus statt

Eines der Schwerpunktthemen im vergangenen Jahr war auch in der Osnabrücker Region die Aufnahme von Flüchtlingen. Beim Neujahrsempfang des Landkreises Osnabrück befasste sich Landrat Michael Lübbersmann deshalb mit den Herausforderungen, die die Städte und Gemeinden auch 2016 meistern müssen – aber ebenso mit den Chancen, die die Zuwanderung bietet. Darüber hinaus spielte die anstehende Kommunalwahl eine Rolle. Der Landrat blickte in diesem Zusammenhang zurück auf die noch laufende Legislaturperiode und benannte künftige Schwerpunktthemen.

Nach derzeitigen Schätzungen werden 2016 rund 4.000 Menschen in den Landkreis Osnabrück kommen. Lübbersmann räumte ein, dass die Integration von so vielen Flüchtlingen ein langer Prozess werde. Gleichwohl gebe es die Verpflichtung Menschen zu helfen, „die vor Krieg, Tod und Verfolgung fliehen“, sagte der Landrat. Zugleich zeigte er die Chancen für die Osnabrücker Region auf: „Mit Blick auf den demografischen Wandel und den Fachkräftemangel sind uns die Flüchtlinge durchaus willkommen.“ Mit der Task Force Flüchtlinge sowie dem Migrationszentrum habe der Landkreis Osnabrück Strukturen entwickelt, die die soziale und berufliche Integration der Zuwanderer förderten. Lübbersmann würdigte zudem die Arbeit der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, die sich bei der Integration der Flüchtlinge engagierten.

Als weiteres Schwerpunktthema nannte der Landrat den Klimaschutz. Ein wesentlicher Baustein ist die Landkreis-Tochterfirma ENERGOS, unter deren Regie Windenergie-Anlagen in Betrieb genommen werden. Ziel des Konzeptes ist, dass die Wertschöpfung aus der Windenergie möglichst komplett im Osnabrücker Land verbleibt. Ein neuer Ansatz im Bereich Klima ist die Bioökonomie. Hier hat der Landkreis Osnabrück auf Weser-Ems-Ebene die Federführung im neu eingerichteten Strategierat übernommen. Zudem wird derzeit ein Wärmekataster aufgebaut, das die Nutzung von Abwärme von Industrieunternehmen ermöglicht. Lübbersmann betonte, dass sich wirtschaftlicher Erfolg und Engagement im Bereich Klimaschutz nicht ausschlössen. Ein sichtbares Zeichen: Der Landkreis ist in Brüssel mit dem europäischen Klimapreis – er belegte Platz eins der Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern – ausgezeichnet worden. 

Darüber hinaus erwähnte der Landrat weitere hervorragende Platzierungen: Dazu gehört Platz vier in einer Studie von Deutscher Bank und Wirtschaftswoche, in der bundesweit die Stärke des Mittelstands bewertet wurde. Zudem ist der Natur- und Geopark TERRA.vita einer von nur sechs deutschen Naturparks, der im Rahmen einer neuen weltweiten Flächenauszeichnung die Auszeichnung als „UNESCO Global Geopark“ erhalten hat. Bei seinem Rückblick auf die sich zu Ende neigende Legislaturperiode hob Lübbersmann die enge Zusammenarbeit zwischen Politik und Verwaltung hervor, die Voraussetzung für schnelle und erfolgreiche Beschlüsse sei. Als Beispiele nannte der Landrat etwa die Bereiche Bildung (Ausbau von Familienzentren, Einrichtung von Gesamtschulen, Etablierung eines Bildungsmanagements) sowie die Einrichtung des Geschäftsbereichs Arbeit und Wirtschaft, der Arbeitsvermittlung und Wirtschaftsförderung als Gesamtaufgabe wahrnimmt. Darüber hinaus verwies Lübbersmann auf die solide Finanzpolitik der vergangenen Jahre, die zum Abbau von Altfehlbeträgen und einer Rücklage zur Risikovorsorge von mehr als 11 Millionen Euro geführt habe.

(Redaktion)


 


 

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