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Landkreis Osnabrück

Schadensermittlung nach Brand bei Reifenfirma in Dissen

Nach dem Großbrand bei der Reifenfirma Hinghaus in Dissen (Landkreis Osnabrück) besteht für die Bevölkerung keine Gesundheitsgefahren durch in der Luft vorhandene Schadstoffe mehr. Dies meldet nach entsprechenden Messungen der Landkreis Osnabrück.

Aufgrund der Windverhältnisse während des Brandes sei aber davon auszugehen, dass in nördlicher Richtung des Brandherdes größere Mengen Ruß und daran anhaftende Verbrennungsrückstände freigesetzt worden seien. 

Löschwasser mit Schadstoffen versickert

Der Brandort lag nach Angaben der Kreisverwaltung außerhalb des Wasserschutzgebietes Dissen. Während des Brandes sei allerdings unvermeidlich Löschwasser mit Schadstoffen versickert, räumt man ein. Durch Bodenproben werde geprüft, inwieweit an den betreffenden Stellen nun eine Bodensanierung erforderlich sei. Während der Brandbekämpfung in den angrenzenden Dissener Bach gelangtes Löschwasser und Löschschaum seien im weiteren Bachverlauf mit einem Saugwagen aufgenommen worden. Mittlerweile seien auch keine sichtbaren Löschwasser-Rückstände mehr im Bach festzustellen, erklärt ein Sprecher des Landkreises Osnabrück. Die abgesaugten Rückstände würden aber in einer Kläranlage zwischengelagert und ebenfalls auf Schadstoffe untersucht. Durch Verschließen der Oberflächenentwässerung werde dort ein weiteres Abfließen von Brandrückständen auf dem Betriebsgrundstück verhindert. Die Entwässerungssituation werde außerdem von der Unteren Wasserbehörde überwacht.

Kontakt mit schmierigen Anhaftungen vermeiden

Anwohner aus der Umgebung, deren Haus, Grundstück oder Fahrzeuge von Rußanhaftungen betroffen sind, sollten vor allen Dingen einen direkten Hautkontakt mit den schwarzen, schmierig-rußigen Ablagerungen vermeiden werden. Darauf weist der Landkreis hin. Verunreinigte Flächen, insbesondere Handläufe, Griffe oder Kinderspielgeräte sollten zudem mit Haushaltsreinigern gesäubert werden. Um eine Aufnahme von Schadstoffen über die Haut zu vermeiden sollten dabei Haushaltshandschuhe getragen werden. Ferner rät die Kreisverwaltung, mit Ruß behaftetes Wintergemüse aus dem Garten, so z.B. Grünkohl, nicht mehr zu verzehren. Vorhandene Brandrückstände auf dem Gründstück können über die Restmülltonne entsorgt werden. Beim Aufsammeln sollten aber ebenfalls Handschuhe getragen werden.

Zur Ermittlung möglicher Umweltschäden muss nun ein unabhängiger Gutachter eingeschaltet werden, so die Kreisverwaltung.

Konkrete Fragen von betroffenen Bürgerinnen und Bürgern werden beim Landkreis Osnabrück unter der Tel. 0541/501-4217 angenommen.

(Redaktion)


 


 

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