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Niedersächsischer Landtag

Hannover bekommt ein neues Schmuckstück

Einen Wettbewerb hatte im vergangenen Jahr der Niedersächsische Landtag ausgerufen. Gesucht wurden dabei die besten Konzepte, um einen Ersatz für den mittlerweile in die Jahre gekommenen Plenarsaal in Hannover zu finden.

Der Wettbewerb war nach Angaben der Landtagsverwaltung notwendig geworden, weil der bestehende Plenarbereich des Landtages, insbesondere der Plenarsaal selbst, nicht mehr den funktionalen Anforderungen eines modernen Parlaments entspricht.

Der Plenarsaaltrakt weise in all seinen Bereichen zudem starke bau- und sicherheitstechnische Mängel auf, die nur durch erhebliche Eingriffe in die Bausubstanz beseitigt werden könnten, heißt es weiter aus der Landtagsverwaltung. So entspriche beispielsweise der Brandschutz nicht mehr den heutigen Anforderungen, auch die Energieeffizienz sei unzureichend und ein barrierefreier Zugang für Menschen mit Behinderungen derzeit nicht möglich.

Im August 2009 Wettbewerb ausgeschrieben

Deshalb hat das Land Niedersachsen durch das Staatliche Baumanagement im August 2009 das Büro "Phase Eins" aus Berlin mit der Durchführung eines Architektenwettbewerbs zur Um- oder Neugestaltung des Plenarsaaltraktes beauftragt.

Auf der Liste der Beurteilungskriterien des Wettbewerbs stand zuoberst „Idee“. Zentrale Ziele waren „Funktionalität“ und „Transparenz“. Für die Jury bedeutete „Transparenz“ eigenen Anageben zufolge mehr als nur Sichtachsen. Auch die kulturelle Bedeutung des Gebäudes sollte in den Architekten-Entwürfen  noch mehr als bisher zum Ausdruck kommen.

 Im Verlauf des Wettbewerbs zeigte sich aber, dass es keinem Wettbewerbsteilnehmer gelungen war, den bisherigen Plenarbereich  von Dieter Oesterlen so umzubauen, dass die Ansprüche der Gegenwart integriert werden konnten. 

Jury entschied sich für Neubau

Nachdem auch die Jury erkennen musste, dass nur ein Neubau zielführend sein kann, entschied sich die Jury mit 13 : 4 Stimmen für das Projekt von Professor Yi. Es ergänzt den Laves Bau mit einem neuen starken Element, mit einer hohen Selbstverständlichkeit. Der Entwurf zeigt sich nach Angaben eines Sprechechers "mit Eleganz und Offenheit als ein Bau unserer Zeit. Er schafft für die Öffentlichkeit Transparenz und Zugänglichkeit. Der Neubau ist von einer starken „Idee“ geprägt,"  so die Jury-Begründung.

Die Jury war von Yi´s Konzept überzeugt, hat aber auch eine Liste von Punkten aufgestellt, die bei der Vertiefung des Konzeptes berücksichtigt werden sollen. Gemäß Vergaberecht wird das Staatliche Baumanagement nunmehr in ein Verhandlungsverfahren mit den Preisträgern eintreten. Am Ende dieses Verfahrens steht die Beauftragung zur Durchführung der Baumaßnahme.

Die drei Preisträger der Wettbewerbs sind die Architekten:

1. Professor Eun Young Yi, Köln
2. Walter Gebhardt, Hamburg
3. Martin A. Müller, Hannover

Außerdem wurden für zwei Arbeiten Anerkennungen ausgesprochen.

(Redaktion)


 


 

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3 Kommentare

von Julia
22.02.10 21:23 Uhr
Niedersächsischer Landtag Hannover

Dieser Entwurf ist der allergrößte Quatsch, eine Geschmacksverirrung und Geldverschwendung!
Das Land ist total verschuldet, für Schulkinder ist kein Geld für 1 Apfel täglich da. Außerdem steht der Landtag unter Denkmalschutz!!!! Aber das interessiert diese Ignoranten (Oberbürgermeister und Landtagspräsident) überhaupt nicht!!!

von gritl
11.04.10 13:33 Uhr
Neuer Landtag

Wenn ich im Geld schwimme, dann kann ich mir einen neuen Landtag eventuell leisten. Wenn ich die Fragen für den Denkmalschutz beantwortet habe. Der gilt für alle! Also, es kann nur eine Renovierung des Altbaues geben. Das wäre sicher schon vor Jahren notwendig und sinnvoll gewesen. Selbst dafür war kein Geld da.
Die Stadt braucht kein Prästigeobjekt.
Das Land braucht gebildete Kinder, die in würdigen und gepflegten Gebäuden viele Stunden ihres Lebens verbringen. Auch die Lehrer haben ein Anrecht auf optimale Bedingungen, um unseren Kindern das beizubringen, was sie für das Leben brauchen. Dazu gehört auch Respekt vor dem Erbe unserer Väter. Das Erkennen und pflegen unserer Wurzeln.
Das Geld der Bürger sollte sinnvoll ausgegeben werden und die Prioritäten sollten stimmen.

von Johannes
17.04.10 10:42 Uhr
Landtag-Neubau

Ich bin dagegen!!!
Das Gesetz wird wissentlich gebrochen, von denen, die es machen.
Dem normalen Bürger werden Tonnen bürokratischer Steine Auferlegt, wenn ein denkmalgeschütztes Haus renoviert werden soll, und die Abgeordneten setzen sich darüber hinweg, super, dann sehen die ja gar nicht, was mit Ihren Gesetzschaukeleien im Volk so angerichtet wird.
Aber wenn man nichts mehr von der politik erwartet, kannman wenigstens nicht enttäuscht sein!

 

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