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Strandaufspülung auf Langeoog

Größte Küstenschutzmaßnahme des Jahres auf den Ostfriesischen Inseln

Voraussichtlich Anfang August beginnt unter der Regie des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) die Strandaufspülung vor dem Pirolatal auf Langeoog. Der dortige Strand wird derzeit nach NLWKN-Angaben nur unzureichend mit natürlichem Sandnachschub versorgt und weist daher eine nicht ausreichende Höhe auf.

„Aus Sicht des Küstenschutzes ist dies problematisch, da in schweren und sehr schweren Sturmfluten die Wellen kaum noch durch den Strand gebremst werden und mit nahezu voller Energie die dahinterliegenden Schutzdünen des Pirolatals angreifen könnten. Großflächige Dünenabbrüche wären mit ziemlicher Sicherheit die Folge" begründete Frank Thorenz Leiter der zuständigen NLWKN-Betriebsstelle Norden-Norderney die Maßnahme. Seine Dienststelle hatte zuletzt in den Jahren 2007 und 2008 die Schutzdünenkette vor dem Pirolatal verstärkt und damit den Sturmflutschutz für die Insel wieder auf das gewohnt hohe Niveau gebracht. „Die Strandaufspülung dient nun der Bestandssicherung der Dünen und ist als Ergänzung zur vorangegangenen Dünenverstärkung zu betrachten. Mit der Aufspülung erhöhen wir den Strand und können mit dieser an die natürlichen Prozesse angepassten Maßnahme starke Dünenabbrüche in Sturmfluten wirkungsvoll und naturnah verhindern.", erläuterte der Küstenschutzexperte.

Laut Planungen wird ein Saugbagger den Sand einer Plate westlich der Insel vor dem Flinthörn entnehmen und über eine Rohrleitung zum Strandabschnitt vor dem Pirolatal transportieren. Dort angekommen wird er mit Hilfe von Planierraupen verteilt und profiliert. Bei günstiger Witterung dauern diese Tätigkeiten etwa vier Wochen. „Die vorbereitenden Arbeiten mit der Verlegung einer rund sechs Kilometer langen Spülleitung beginnen in diesen Tagen", berichtete Projektleiter Theo van Hoorn. „Um den Strand- und Badebetrieb auf der Urlaubsinsel Langeoog möglichst wenig zu beeinträchtigen, werden wir die Rohrleitung im Bereich des Hauptbades auf einer Länge von 1.400 Metern eingraben", ergänzte van Hoorn.

450.000 Kubikmeter Sand werden aufgespült

Im Rahmen einer der größten Küstenschutzmaßnahmen des Landes in diesem Jahr werden rund 450.000 Kubikmeter Sand aufgespült. Die Finanzierung erfolgt über Mittel aus der Gemeinschaftsaufgabe des Bundes und der Länder zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes und aus Fördermitteln der Europäischen Union.

Die Dünen vor dem Pirolatal sind ein wichtiger Abschnitt der Küstenschutzvorrichtungen auf Langeoog, die aus einer Dünenkette von insgesamt 20 Kilometern und einer Deichstrecke von sechs Kilometern bestehen. Massive Schutzanlagen zum Schutz vor Erosion - wie z.B. auf Norderney - sind auf Langeoog nicht vorhanden. Für die Unterhaltung und den Ausbau ist das Land Niedersachsen zuständig.

Näheres zur Strandaufspülung erfahren Besucher und Interessierte in einer Informationsbroschüre des NLWKN, die auf Langeoog ausliegt.

(Redaktion)


 


 

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