Sie sind hier: Startseite Weser-Ems Life & Style Medienwelt
Weitere Artikel
Oldenburg-Buch

Das Last-Minute-Geschenk für verfahrene Situationen

Am Freitag, den 21. Dezember 2012 soll laut Maya-Kalender die Welt untergehen. Denn dann beginnt die heiße Phase der Weihnachtseinkäufe. Für echte Oldenburg-Fans und solche, die es noch werden wollen, hat der Lappan Verlag nun ein Pamphlet für den Tag X herausgegeben.

Von Onur Yamac

Da wäre selbst Nostradamus neidisch geworden, denn im satirischen Oldenburg-Buch von Rudi Hurzlmeier kommen Pest und Feuer über die Stadt an der Hunte. Auch Marsmenschen werden erwartet. Letztere können nach der Landung in Oldenburg nicht nur in vertraute Gesichter blicken, sondern sich von dem damit verbundenen Schock in der Innenstadt auch auf einem großen Furzkissen eines japanischen Bildhauers erholen.

Rudi Hurzlmeiers Werk ist daher mehr ein positives "Kopf hoch"-Plädoyer gegen alle Untergangs-Szenarien des Nostradamus. Denn geht es nach dem Wortlaut des satirischen Oldenburg-Buchs, hat die Hunte-Stadt nicht nur Pest und Feuer überstanden, sondern auch Napoleon und 2 Weltkriege. Da ist selbst der weltbekannte Mystiker aus Frankreich chancenlos.

Selbst als im Jahr 1350 während der grassierenden Pest sprichwörtlich "tote Hose" in der Stadt herrschte, rafften sich die verbliebenen rund ein Dutzend Oldenburgerinnen und Oldenburger wieder auf, um für neues Leben innerhalb der Stadtmauern zu sorgen. Leider ließ sich die Pest einige Jahre später wieder blicken und die wenigen Überlebenden mussten erneut ihre Betten in Position bringen. Auch solch delikate Details aus den intimsten Winkeln der einstigen Stadtmauern erfährt man in dem Oldenburg-Buch.

Wer das Werk aufschlägt, lernt nicht nur alles Wichtige und Beiläufige über das traditionelle Gericht Grünkohl und Pinkel sowie den von den Ostfriesen abgekupferten Nationalsport der Oldenburger, das Boßeln, sondern auch alles über jene Utensilien, die bei einer echten Kohlfahrt nicht fehlen dürfen. Was eine Kohlfahrt ist, steht natürlich auch in dem mit vielen amüsanten Karikaturen angereicherten Buch.

Die Zeiten ändern sich auch in Oldenburg

Aber auch in Oldenburg ändern sich die Zeiten: so hat ein Autobahnring mit Schallschutzmauern inzwischen die Stadtmauern abgelöst, die man nach einem Fingerzeig des Himmels einst zwischen zahlreiche Moorleichen-Fundstellen bei Kleinenkneten und Großenkneten in Niedersachsen setzte. Hier hinterließen laut Beschreibung Lappen, Welschen und afrikanische Weltenbummler ihre Spuren. Auch ein in einem Basketballkorb brütender Kanarienvogel sollte später noch zu Ruhm gelangen.

Leider fraßen eingeschleppte Termiten so manches Relikt auf, welches all dies beweisen könnte, sodass man nur hoffen kann, dass der Autor nicht am Münchhausen-Syndrom leidet. Aber wie so oft: in jedem Gerücht steckt ein Fünkchen Wahrheit. Daher ist das unter dem Pseudonym Dick Dobben verfasste Buch ein Muss für alle Oldenburger und solche, die während der Fahrt zu den Ostfriesischen Inseln die richtige Abfahrt finden...oder sich verfahren haben. Wo man in letzterem Fall gut essen gehen kann, erfährt man im Buch übrigens auch.

Das Oldenburg-Buch von Rudi Hurzlmeier ist im November im Lappan-Verlag erschienen. Es hat 64 farbige Seiten und ist für 8,95 Euro im Buchhandel erhältlich.

(Red. / oy)


 


 

Oldenburg
Pest
Werk
Stadtmauern
Buch
Leider
Feuer
Lappan
Verlag
Furzkissen
Marsmenschen
Feuer
Pest
Autobahnring
Dick Dobben
Buch
Dieter Bohlen
Boßeln
Grünkohl
Pinkel
Autobahn
Rudi Hurzlmeier

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Oldenburg" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: