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Nds. Landesamt für Verbraucherschutz

Wie das LAVES an die Hunte kam

Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges Bestehen. Die Behörde wurde vor 10 Jahren als Konsequenz aus der damaligen BSE-Krise vom Landes Niedersachsen neu geschaffen.

Im Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) sind seit 2001 die ehemaligen staatlichen Untersuchungsämter für Lebensmittel und Veterinärdiagnostik zusammengeführt. Die Gründung des LAVES erfolgte am 1. Juli 2001.

Vom Futtermittel bis zum fertigen Lebensmittel

Als Ursache der BSE-Erkrankungen in Großbritannien waren zuvor tierische Bestandteile in Futtermitteln für Wiederkäuer vermutet worden. Damalswar man zu der Erkenntnis gelangt, dass die Prozesse vom Futtermittel bis zum fertigen Lebensmittel ganzheitlich betrachtet werden müssen, so LAVES-Präsident. Eberhard Haunhorst. Dementsprechend facettenreich ist das Arbeitsgebiet der inzwischen mehr als 800 Mitarbeiter der Landesbehörde. Die Marktüberwachung wird von den Verbraucherschützern vor allem in den Bereichen Rind- und Schweinefleisch, Eier und Geflügel, Obst, Gemüse und Speisekartoffeln durchgeführt.Auch die Überwachung des ökologischen Landbaus fällt in das Ressort der LAVES-Mitarbeiter.

Im Jahr 2003 kam dann das neu gegründete Futtermittelinstitut und 2004 das Institut für Bienenkunde als neuer Fachbereich hinzu. Mehr als zwei Millionen Untersuchungen an Lebensmitteln, Futtermitteln, Bedarfsgegenständen sowie im Bereich der Tiergesundheit werden jährlich in Niedersachsens amtlichen Laboren durchgeführt. Zudem gibt es im norddeutschen Raum länderübergreifend einen gemeinsamen Verbund von Laboren mit verschiedenen Schwerpunkten, in denen Analysen arbeitsteilig durchgeführt werden.

Suche nach Rückständen in Lebensmitteln

Zu den wichtigen Untersuchungsbereichen des LAVES gehören u. a. die Analytik von Rückständen und Kontaminanten sowie die Analytik gentechnisch veränderter Bestandteile in Lebens- und Futtermitteln. Als weltweit erste Lebensmittelbehörde hat das Lebensmittelinstitut Braunschweig 1993 mit dem Nachweis von gentechnisch veränderten Organismen in Lebensmitteln begonnen und damit die Grundlage für bundesweit und international standardisierte Methoden gelegt.

Das hochmoderne Dioxin-Labor des Lebensmittelinstitutes Oldenburg ist landesweit für den Nachweis des Dioxingehaltes in Lebens- und Futtermitteln zuständig. „Die Untersuchung und Beurteilung der amtlichen Proben ist die Kernaufgabe der Institute. Daneben sind sie aber auch beratend tätig, wirken an der Erarbeitung von Risikobewertungen mit und sind an Forschungsprojekten beteiligt", umreißt Haunhorst ihre Aufgaben. So beraten die Fachdezernate u.a. die zuständigen Behörden der Landkreise in Fragen der Lebensmittelüberwachung, des Tierschutzes, der Tierseuchenbekämpfung und der Beseitigung tierischer Nebenprodukte sowie der Binnenfischerei.

Budget von 52 Mio Euro im Jahr

„Das LAVES hat sich als zentrale Behörde für den gesundheitlichen Verbraucherschutz in Niedersachsen fest etabliert und ist nicht mehr wegzudenken", so zusammenfassend Niedersachsens Verbraucherschutzminister Gert Lindemann (CDU). Ganz für umsonst ist das nicht zu haben.  Das Land Niedersachsen investiert daher jedes Jahr mehr als drei Millionen Euro in die Analytik. Das Budget des LAVES beträgt insgesamt 52 Millionen Euro pro Jahr.

(Redaktion)


 


 

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