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  • 24.12.2008, 12:30 Uhr
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  • Oldenburg/Cloppenburg
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Vogelgrippe

LAVES-Team in Oldenburg bleibt auch während der Feiertage am Ball

Seit Ausbruch der Vogelgrippe in Niedersachsen vor 14 Tagen sind im Veterinärinstitut Oldenburg mehr als 12.500 Untersuchungen durchgeführt worden. Auch über die Feiertage bleibt man in der Hunte-Stadt am Ball. Bisher waren 26 Betriebe im Landkreis Cloppenburg vom Ausbruch einer milden Form der Vogelgrippe betroffen.

Im Labor kommen derzeit täglich ca.  350 Proben an; am vergangenen Wochenende waren es sogar mehr als 3.400 Proben. Das bedeutet Dauereinsatz für zehn Mitarbeiter. "Wir haben in unserem Institut Kapazitäten von bis zu täglich 1.000 Untersuchungen", erklärt Dr. Eberhard Haunhorst, Präsident des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES).

Um immer auf dem Laufenden zu sein, werden von den LAVES-Mitarbeitern während der Feiertage weiterhin alle nötigen Untersuchungen durchgeführt. Denn auch in einem der 140 bislang negativ getesteten Betrieben kann die Tierkrankheit noch ausbrechen. Dann muss schnell reagiert und der Bestand geräumt werden, was leider bedeutet, dass alle Tiere getötet werden müssen. Bisher mussten schon mehr als 300.000 Puten und Enten ihr Leben lassen

Koordinierungszentrum unterrichtet Landeskrisenzentrum und EU

Aber nicht nur der Untersuchungsbereich des LAVES ist im Dauereinsatz, ebenso das zugehörige Koordinierungszentrum. Während der Feiertage ist es mit mindestens vier Mitarbeitern, am Wochenende mit sieben und in der Woche sogar mit 15 Mitarbeitern besetzt. "Wenn es die Lage notwendig macht, können wir unsere Kapazitäten sofort aufstocken", erklärt Dr. Haunhorst. Das LAVES Koordinierungszentrum leistet die permanente Unterstützung vor Ort im Landkreis. "Unsere Mitarbeiter stehen im örtlichen Krisenzentrum für alle Fragen rund um die Bekämpfung der Geflügelgrippe zur Verfügung". Außerdem wird dort der tägliche Lagebericht für das Landeskrisenzentrum und zur Unterrichtung der EU-Kommission erstellt. Auch der Einsatz von Personal zur Unterstützung der Landkreise wird von dort gebündelt und koordiniert.

Drei Bundesländer stellen Personal in den Landkreis Cloppenburg ab

Inzwischen sind Tierärzte aus Nordrhein-Westfalen und Brandenburg im Landkreis Cloppenburg im Einsatz, ein weiteres Bundesland hat Personal und Unterstützung zugesagt. "Durch den unermüdlichen Einsatz aller Beteiligten können wir schnell und zielgerichtet handeln. Auch machen sich jetzt die regelmäßigen Tierseuchenübungen in Niedersachsen mehr als bezahlt", lobt Haunhorst die Zusammenarbeit der Behörden.

"Es ist ein bitteres Weihnachten für den Landkreis Cloppenburg, um so höher ist es all denen Menschen anzurechnen, die unermüdlich für die gemeinsame Sache kämpfen." unterstreichen auch Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen und Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke vom niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit. "Wir wissen die engagierte Unterstützung aller Helfer wie Unternehmen, Geflügelwirtschaft, Tierseuchenkasse, Landvolk, THW, Polizei, Feuerwehr und Anwohner sehr zu schätzen. Dafür herzlichen Dank."

Das Virus H5N3 ist für Menschen ungefährlich.

(Redaktion)


 


 

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