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Nach Brand in Quakenbrück

Autozulieferer Lear Corporation konzentriert Fertigung in Osnabrück

Am 30. September 2011 zerstörte ein Großbrand die Werkshallen des Autozulieferers Lear Corporation in Quakenbrück (Landkreis Osnabrück). Danach hatte es Spekulation über eine Schließung des Standortes gegeben. Inzwischen informierte das Unternehmen in einer Betriebsversammlung über die weiteren Planungen des Unternehmens.

In den letzten Jahren waren am Quakenbrücker Standort von Lear keine nennenswerten Investitionen mehr getätigt worden. Auch Aussicht auf Neuaufträge gab es nach Gewerkschaftsangaben nicht. Daher befürchteten Betriebsrat und IG Metall, dass der Standort nicht wieder aufgebaut werden und die Produktion auf andere  Standorte des US-Unternehmens verlagert werden könnte.,

Am Standort Quakenbrück fertigen 200 Beschäftigte und 25 Leiharbeitnehmer Metallkomponenten für Autositze. Inzwischen ist klar, dass der Standort Quakenbrück aufgegeben werden soll, es allerdings ein Wiederaufbau in Osnabrück geplant ist. Lear begründete die Entscheidung u.a. auch damit, dass man in Osnabrück größere Entwicklungsperspektiven für den Betrieb sehe. In der Hase-Stadt befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Karmann-Werks ein großer Standort des Autobauers Volkswagen .

Die Entscheidung gegen Quakenbrück sei Lear dennoch sehr schwer gefallen sei, weil die Zusammenarbeit mit Kommunalpolitik und Behörden  immer vorbildlich gewesen sei, heißt es.

Umfang der Arbeitsplätze in Osnabrück noch offen

Unklar ist derzeit noch, wie viel Arbeitsplätze in Osnabrück entstehen werden. In den vergangenen Wochen hätten zahlreiche Gespräche stattgefunden, um die Wirtschaftlichkeit eines deutschen Standortes im Vergleich zu osteuropäischen Produktionsstätten darstellen zu können, so der Lear-Betriebsratsvorsitzende Wolfgang Korte. Dabei sei auch entschieden worden, dass zwar einzelne Aufgabengebiete nach Osteuropa verlagert werden sollen. Der genaue Umfang der Arbeitspakete für den Standort Osnabrück  ist nach Kortes Angaben noch unklar.

Voraussetzung für die Standortentscheidung zugunsten Osnabrücks war nach Angaben der IG Metall u.a. auch die Zusage der Arbeitnehmervertretung, über einen so genannten “Arbeitnehmerbeitrag“ zu verhandeln. Sowohl IG Metall als auch Betriebsrat hatten hierzu ihre Bereitschaft signalisiert, wenn gleichzeitig Regelungen zur Beschäftigungssicherung vereinbart werden. Die Verhandlungen hierzu sollen voraussichtlich im Mai aufgenommen werden. Zunächst freue man sich, dass die Zitterpartie für die Beschäftigten über den Verbleib der Arbeitsplätze beendet sei, so Hartmut Riemann von der IG Metall in Osnabrück in einer ersten Reaktion. Ob die Entscheidungen für Osnabrück auch Auswirkungen auf den Lear-Standort in Bersenbrück hat, ist bislang nicht bekannt.

(Redaktion)


 


 

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