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LGS Papenburg

„Klassenziel erreicht! Mehr als 500.000 Besucher haben die Landesgartenschau besucht“

So leitete Ludger Abeln gestern die erste Talkrunde der Abschlussfeier der Landesgartenschau ein.

Der Moderator sprach mit Gitta Connemann (MdB), Siegfried Dann, dem Vorsitzenden der Fördergesellschaft der Landesgartenschauen in Niedersachsen, dem Landrat des Landkreises Emsland, Reinhard Winter, sowie Gerd Schulz und Jochen Zerrahn vom Vorsitz des Fördervereins der Landesgartenschau aus der Papenburger Wirtschaft und Bürgermeister Jan Peter Bechtluft, der gleichzeitig Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Durchführungsgesellschaft ist, über den Erfolg des Projektes. Diese Runde war Teil einer poetischen Inszenierung vom Anlegen der „MS Blühende Papenburg“ nach 187 Tagen „großer Fahrt“ zum Abschluss des Landesgartenschausommers.

Die Matrosen des Blaumeier-Ateliers an den Stützen des Schirms an der Sparkassenbühne – sie halten Ausschau. Auf der großen Bühnenleinwand Meereswellen, Möwen, ein Poller, um den sich ein Tau windet… Ein Schiff legt an. An einem Tau zeigt die Luftakrobatin Anna Abrams Atemberaubendes: Sie überschlägt sich oder geht auf dem Seil schrittweise abwärts, verwickelt sich und knotet wieder auf. Fast dreitausend Augenpaare folgen ihr gebannt. Die zierliche Frau bringt zuletzt das Seil zur Bühne und Lars Johannson, der Gartenschaugeschäftsführer übergibt es symbolisch – wie einen Schlüssel zu den Toren der Landesgarten-schau – an den Bürgermeister Papenburgs, Jan Peter Bechtluft.

Das neue ‚Wir-Gefühl‘ werde auch durch die tolle Resonanz auf das GartenschauMitmachprojekt ‚KunstSpundwände‘ deutlich, die überall im Emsland und Ostfriesland in großer Zahl zu sehen seien, sagte Gitta Connemann. „Jetzt geht es erst richtig los, jetzt schauen wir voraus und sehen, was wir daraus machen können“, erklärte Jochen Zerrahn, früher Werftdirektor auf der Meyer Werft. Dies wohl auch mit Blick darauf, dass die Landesgartenschau ganz neue Zielgruppen für Papenburgs Tourismus erschlossen hat, die die Stadt mit ihrem Stadtpark und den blumenbunten Kanälen als blühendes Ziel kennengelernt haben.

Dass das Land Niedersachsen sich auch finanziell bei Landesgartenschauen stärker engagieren möge, wünschte sich Siegfried Dann – stolz auf die gärtnerische Leistung aller Gärtner bei der Papenburger Gartenschau.

Startplattform für Mehr

„Eine Startplattform für Mehr“ sei in Papenburg entstanden, freut sich Landrat Winter, „an diesen Themen werden wir in der Ferienregion Emsland arbeiten.“ Ein „begeisterndes Gemeinschaftsprojekt von Ehren- und Hauptamtlichen“ nennt Bechtluft die Landesgartenschau und auch Lars Johannson lobt das ehrenamtliche Engagement bei den weit über 2.300 Veranstaltungen von Chören und Orchestern, von Einzelnen wie Hans Schütte oder Gruppen, wie den Landfrauen. Das Ehrenamt sei das „Rückgrat“ der Landesgartenschau gewesen. Die Verantwortlichen überlegen, „Veranstaltungselemente wie den Musiksommer oder das Funkeln in die Zukunft zu transportieren“, verspricht der Bürgermeister.

Am Ende des kleinen Festaktes übergab Bechtluft im Beisein von Lars Johannson an die Bürgermeisterin der Kommune, die die nächste Landesgartenschau im Jahr 2018 ausrichtet, Annette Niermann aus Bad Iburg, einen mit Sonnenblumen geschmückten Spaten. Die lud fröhlich alle Gäste in das kleine Städtchen am Teutoburger Wald ein. Besucher und Gäste wanderten zum Stadtpark, wo bunte Lichter aufgestellt wurden und ein kleines Barockfeuerwerk auf dem Plan stand. Der Ansturm der Besucher dort war so groß, dass zeitweise das ab 17 Uhr frei zugängliche Gelände aus Gründen der Sicherheit der Besucher geschlossen wurde.

„Die große Resonanz auf unsere Abschlussfeier, unser Bürgerfest, vor allem den zweiten Teil mit der schönen Idee der beklebten und bemalten Lichter, hat uns überwältigt. Damit hatten wir nicht gerechnet und betrachten diesen Zuspruch als einziges großes Kompliment für unsere Landesgartenschau“, sagt heute dazu Gartenschau- Geschäftsführer Lars Johannson. Tausende Menschen wollten sich von der Gartenschau verabschieden und das Feuerwerk im Stadtpark sehen. Als jedoch die laut Landesgartenschau- Sicherheitskonzept zulässige Höchstgrenze erreicht war, mussten wir aus Gründen der Sicherheit für weitere Besucher die Tore schließen.“ Johannson bedauerte, dass für viele Menschen nicht nur der Zutritt zum Stadtpark versperrt blieb, sondern auch die Sicht. „Aus feuerschutzrechtlichen und sicherheitstechnischen Gründen war die Geländeschließung jedoch ohne Alternative.“

„Sehr zufrieden“ zeigte sich Lars Johannson heute mit der erreichten Gesamtzahl der Landesgartenschaubesucher. „514.329 Menschen haben die Landesgartenschau und ihre Sonderveranstaltungen insgesamt besucht – am letzten Tag gestern waren es fast 10.000. Wir sind sehr dankbar für dies großartige Ergebnis!“

(Redaktion)


 


 

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