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Licht und Leistungsfähigkeit

Die Wirkung von Licht auf die Leistungsfähigkeit des Menschen

Statt zum Spielball der Lichtverhältnisse zu werden, können durchdachte Beleuchtungskonzepte dabei helfen, wach und fit durch den Tag zu kommen

Das falsche Licht dagegen steht Produktivität und Wohlbefinden im Weg. Neben ansprechender Ästhetik hat eine gut geplante Beleuchtung noch weitere Vorteile. Wer seine Lichtzufuhr clever gestaltet, kann sein Umfeld zugunsten optimaler Leistungsfähigkeit im beruflichen und privaten Alltag nutzen. Licht und Leben hängen seit Anbeginn biologischer Entwicklung eng miteinander zusammen. Auch wir Menschen sind nicht frei von den Einflüssen, die Licht und Schatten auf unseren Biorhythmus ausüben. Welche Bedeutung Licht für uns hat, und wie Sie es zu Ihrem Vorteil nutzen können, zeigt Ihnen der folgende Artikel.

 Licht und Organismus – ein lebenswichtiges Zusammenspiel 

Die Natur hat Tag- und Nachtaktivität in eine überlebensfähige Balance für beide Seiten des Lebens gebracht. Wir Menschen gehören dabei zu denjenigen Organismen, die auf Lichtveränderungen hormonell reagieren. Dunkel macht müde, hell munter. Durch dieses Zusammenspiel kann sich unser Körper regenerieren und der Geist während der hellen Stunden optimal funktionieren. Auch der Körper braucht den Wechsel von Ruhe im Dunkeln und Aktivität im Hellen für eine gesunde Entwicklung. Der Hormonhaushalt schüttet ab Sonnenuntergang mehr „Müdigkeitshormone“ (z. B. Melatonin) aus und schaltet mit zunehmender Helligkeit am Morgen auf „Munter werden“ um. In den Zeiten dazwischen finden im richtigen Licht-Nacht-Wechsel wichtige Regenerationsprozesse statt. Nur so können komplexe Organismen wie der Mensch über Jahrzehnte hinweg funktionstüchtig überleben. 

Licht und Leistung im beruflichen Alltag 

Die Lebensgewohnheiten des modernen Menschen weichen erheblich von den biologischen Balancen ab. Nachtschichten, Überstunden und nicht vorhersehbare Wechsel aus Ruhe und Stress stören dieses Miteinander. Aber inzwischen erkennen Lichthersteller und Arbeitgeber immer besser, dass sich die Störung der biologischen Uhr „austricksen“ lässt – zumindest vorübergehend. Helles Licht, beinahe heller als der Tag, fördert die Leistungskraft vorübergehend. Weiches, „warmes“ Licht verbessert die Munterkeit und führt zu gesteigertem Wohlbefinden. Vor allem die Werbeindustrie nutzt die Stimmung, die durch Licht erzeugt wird, um Menschen zu beeinflussen. Licht mit vielen Blauanteilen motiviert, solches mit vielen Rotanteilen entspannt und verlangsamt die Körperprozesse. Besonders werbewirksam sind Lichtstreuungen, die wie vom freien Himmel flächig auf die Netzhaut strahlen. Hier kann das Auge als Empfänger besonders gut über die dritten Fotorezeptoren erreicht werden. 

Wir empfinden, was wir sehen 

Der Einfluss von Licht auf die Leistungsfähigkeit des Menschen lässt sich ebenso gut für die Wahrnehmung von Werbebotschaften nutzen. So ist die Farbe Grün bei Küchengeschirr für ihre Appetit-zügelnde Wirkung bekannt. Dagegen schmecken Speisen von weißen oder fruchtig-bunten Tellern Testessern automatisch besser. Um derart drastische Reaktionen auch für gute Leistung im Betrieb zu nutzen, wird Licht nicht wie früher strahlend grell von der Decke fallen, sondern streut in modernen Unternehmen warm oder diffus, je nach Aufgabe, über die Arbeitsbereiche. Durch Hinterbeleuchtung werden in der Werbeindustrie Leuchtkastenwerbungen besonders aufmerksam wahrgenommen. Ein heller Hintergrund und dazu leicht lesbare, nicht zu vollgestopfte Werbeflächen erreichen Passanten auch zu ansonsten eher müden Lichtzeiten. Dabei wird die Aufmerksamkeit weniger durch die Beleuchtung an sich als vielmehr durch die intensive, homogene Ausleuchtung der Werbemotive erzielt. 

Lichtwirkung geschlechterabhängig unterschiedlich 

Der Alltag ist von weit mehr als nur munteren und müden Zeiten bestimmt. Faktoren wie individuelle Lichtwahrnehmung, bevorzugte Stimmung oder das Alter entscheiden ebenfalls darüber, wie Licht empfunden und somit in Leistung oder Laune umgesetzt wird. Frauen, so zeigen Studien, mögen warme, bunte Lichter lieber als kalte, intensiv helle Lichtstrahlung. Männer wiederum laufen unter kaltweißer Arbeitsbeleuchtung häufig zur Hochform auf. Jüngere Menschen empfinden Licht generell als kälter und intensiver, aber nicht unbedingt angenehmer als ältere Menschen. Bei ihnen wird der Blauanteil im Licht noch deutlich besser von der Augenflüssigkeit an die Rezeptoren weitergeleitet.

Fazit: Durch das richtige Licht in einer angenehmen Farbe und Helligkeit können Menschen tatsächlich in ihrer Leistungsfähigkeit beeinflusst werden. In einer hektischen, leistungsorientierten Welt können mit Lichtfarben sogar Stress abgebaut und Müdigkeit vor dem Schlafengehen verstärkt werden. In der Werbeindustrie müssen für die optimale Werbewirkung allerdings auch das Geschlecht und Alter der Zielgruppe berücksichtigt werden.

(Redaktion)


 

 

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