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Zuwachs bei Umsatz und Gewinn

Aktionäre sind mit Linde "rundum zufrieden"

Nach einer Rekordbilanz für 2011 hat der Gasekonzern Linde auch zu Jahresbeginn Umsatz und Ergebnis gesteigert. Vorstandschef Wolfgang Reitzle sprach am Freitag auf der Hauptversammlung in München von einem "ordentlichen" Start ins neue Geschäftsjahr. Er sei zuversichtlich, dass Linde in diesem Jahr seine Ziele erreichen und Gewinn und Erlöse weiter steigern werde. Für 2014 strebt der Konzern ein Ergebnis von mindestens vier Milliarden Euro an.

Von Sebastian Heise

In den ersten drei Monaten des Jahres erhöhte sich der operative Gewinn um sechs Prozent auf 808 Millionen Euro. Das Nachsteuerergebnis verbesserte sich um knapp zwei Prozent auf 308 Millionen Euro. Von Januar bis März legte der Konzernumsatz im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 3,5 Milliarden Euro zu.

2011 hatte Linde seinen Gewinn um 17 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro erhöht. Der Umsatz legte um sieben Prozent auf 13,8 Milliarden Euro zu.

Aktionärsschützer spricht von "toller Leistung"

Aktionärsschützer lobten Linde für die guten Zahlen. "Wir sind rundum zufrieden", sagte Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Daniel Bauer von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger sprach von einer "tollen Leistung". Der Konzern sei "bestens aufgestellt".

Reitzle wies daraufhin, dass die Linde-Aktie seit Januar zweistellig zugelegt habe. In den vergangenen vier Jahren habe das Papier jeweils zu den zehn besten DAX-Titeln gehört. Die Dividende erhöhte Linde im Vergleich zum Vorjahr um ein Siebtel auf 2,50 Euro. Am Freitag verlor die Linde-Aktie bis zum Mittag rund ein Prozent auf 127,05 Euro.

Starkes Wachstum in Schwellenländern

Da die Wirtschaftsleistung im Jahresvergleich stieg, nahm auch die weltweite Nachfrage nach Gasen deutlich zu, wie Reitzle erläuterte. Vor allem in Nordamerika und den aufstrebenden Ländern in Asien konnte der Konzern den Umsatz deutlich erhöhen. In Asien und dem Pazifikraum legten die Erlöse im Jahresvergleich um mehr als 14 Prozent auf 808 Millionen Euro zu.

Der Konzern verbesserte sich in allen Bereichen des Gas-Segments: Mit Flaschengasen setzte Linde eine Milliarde Euro um, mit Flüssiggasen 811 Millionen Euro und mit medizinischen Gasen 310 Millionen Euro. Im Bereich Anlagenbau steigerte der Konzern seinen Umsatz um 1,7 Prozent auf 601 Millionen Euro.

Trotz des Rekordergebnisses im vergangenen Jahr verdiente Vorstandschef Reitzle 2011 weniger als 2010. Seine Barvergütung ging von 5,45 Millionen auf 5,35 Millionen Euro zurück. Dies lag laut Aufsichtsratschef Manfred Schneider an den Regeln für den variablen Anteil. Reitzles Pensionsansprüche stiegen jedoch von 537.600 auf 556.800 Euro.

(dapd )


 


 

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