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Schüsse auf Autotransporter

BKA vermutet LKW-Fahrer als Täter

Seit Mitte 2008 kommt es auf Autobahnen im ganzen Bundesgebiet immer wieder zu Beschüssen von Neufahrzeugen auf Autotransportern (business-on.de berichtete). Nun glauben die Ermittler des Bundeskriminalamtes eine heiße Spur zu haben. Sie vermuten einen LKW-Fahrer hinter den Taten.

Am 1. August 2009 hatte das Bundeskriminalamt nach Hunderten von Fällen die Federführung übernommen und sammelt seitdem die Fälle zentral in Wiesbaden.

Neufahrzeuge wurden laut BKA schwerpunktmäßig auf den folgenden Strecken beschossen:

  • A3 von Bayern bis Nordrhein-Westfalen,
  • A 4 zwischen der belgischen Grenze und der Anschlussstelle Düren bzw. dem Autobahnkreuz Kerpen,
  • A 5 zwischen Offenbach und Autobahnkreuz Karlsruhe,
  • A 6 zwischen Anschlussstelle Bad Rappenau und Autobahnkreuz Nürnberg - Ost,
  • A 61 zwischen Autobahnkreuz Kerpen und Autobahndreieck Nahetal
  • A 8 zwischen Autobahnkreuz Karlsruhe und Anschlussstelle Pforzheim.

Insgesamt liegen dem BKA nach eigenen Angaben seit Beginn der Beschussserie 469 Meldungen über Schüsse auf Autotransporter und 95 auf sonstige Fahrzeuge vor. Bei der verwendeten Munition handelt es sich demnach nahezu ausschließlich um Munition Kaliber 22, Long Rifle, die sowohl aus Kurz- als auch aus Langwaffen verschossen werden kann. Dieses Kaliber wird nach BKA-Angaben sowohl von Sportschützen als auch zur Jagd verwendet.

Schussabgabe offenbar aus dem Führerhaus

Die bisherigen Ermittlungen führten inzwischen zu dem Ergebnis, dass die Schussabgabe aus einer erhöhten Position und aus einem fahrenden Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn erfolgt. Bei dem Täter dürfte es sich dementsprechend um einen LKW - Fahrer handeln, der regelmäßig auf den erwähnten Schwerpunktstrecken in Deutschland und in Belgien unterwegs ist. Aufgrund der Schusswinkelbestimmungen ist es nach Einschätzung der Ermittler wahrscheinlich, dass es sich bei dem vom Täter benutzten LKW um ein Fahrzeug mit hohem Führerhaus handelt.

Für Hinweise, die zur Aufklärung der bundesweiten Beschuss-Serie führen, ist eine Belohnung von bis zu 27.000 Euro ausgesetzt.

(Redaktion)


 


 

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