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Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen

Bremer Sozialsenatorin fordert Lohn-Untergrenze auch für Fachkräfte

Die Pflegekommission beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat sich vergangene Woche auf einen Mindestlohn für die Beschäftigten in Pflegeeinrichtungen geeinigt. Zustimmung erfährt die Einigung aus Bremen. Dort will man allerdings noch weiter gehen.

Sozial - und Arbeitssenatorin Ingelore Rosenkötter (SPD) begrüßte den Mindestlohn für Beschäftigte von Pflegeeinrichtungen. Dazu die Senatorin: „Mit dem Mindestlohn wird endlich ein deutliches Signal an die Beschäftigten in der Pflege gesetzt. Ihre Tätigkeit ist verantwortungsvoll und wird gesellschaftlich anerkannt. Die Pflege von Menschen ist kein Aufgabengebiet, in dem wir Dumping-Löhne zulassen können.“

Senatorin will auch Lohnuntergrenze für Fachkräfte

Der geplante Mindestlohn wird sich auf die Hilfskräfte in der Pflege auswirken. Ab dem 1. Juli 2010 soll es für Hilfskräfte, die überwiegend in der Grundpflege eingesetzt werden, eine Lohnuntergrenze von zunächst 8,50 Euro in den alten und 7,50 Euro in den neuen Bundesländern geben. 2012 und 2013 erhöhen sich die Stundenbeträge noch einmal um je 25 Cent. Die Regelung soll bis zum 1. Januar 2015 gelten.

„Ich sehe die Gefahr, dass die Löhne für die Fachkräfte in der Pflege trotz des Mindestlohns weiterhin unter Druck stehen." (Bremens Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter

Damit der Mindestlohn in der Pflege in Kraft treten kann, muss das Bundesarbeitsministerium noch eine Rechtsverordnung erlassen. Senatorin Rosenkötter kritisiert, dass mit der Regelung noch keine Lohn -Untergrenze in Sicht ist, die auf die Fachkräfte in der Pflege mit einbezieht. Der Wettbewerb der Pflegeanbieter solle sich auf die Qualität der Pflege beziehen und nicht eine Spirale der Lohnsenkung bewirken, so die Senatorin. „Ich sehe die Gefahr, dass die Löhne für die Fachkräfte in der Pflege trotz des Mindestlohns weiterhin unter Druck stehen. Wir müssen zwischen den Hilfs- und den Fachkräften unterscheiden, in der Ausbildung, im Einsatzgebiet, in der Fachkraftquote und natürlich auch in der Entlohnung.“

(Redaktion)


 


 

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