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Loveparade-Unglück

Auch die Helfer brauchen Beistand

Sie halfen im und am Tunnel von Duisburg - zur Trauerfeier kamen sie am Samstag wieder. Retter der vier Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst, der Feuerwehr, der Landes- und der Bundespolizei sowie des THW.

Neben den Angehörigen beschäftigen sich auch eine Woche nach den tragischen Ereignissen der Loveparade mit 21 Todesopfern aber auch noch viele Helferinnen und Helfer, Veranstaltungsmitarbeiter und Polizeibeamte mit den Geschehnissen des Unglückstags. Bei der Loveparade hatten sie reflexartig geholfen, neben der Trauer tragen diese Menschen die Fragen nach dem "Warum" und dem "was hätte man selbst anders machen können?" weiter in sich. 

Helfer: Austausch mit Kollegen besonders wichtig

Nach Angaben von Malteser-Sprecherin Dr. Claudia Kaminski brauchen Einsatzkräfte u.a. besonders den Austausch mit ihren Kollegen, die die Situation gegenüber Laien fachlich besser einschätzen und die Gedanken ihrer Kollegen verstehen können.

Sie können von der Hilfsorganisation auf eigenen Wunsch hin jederzeit eine Einsatznachsorge an ihrem jeweiligen Wohnort erhalten. Dabei achtet man beim in Köln ansässigen Malteser Hilfsdienst nach Kamonskis Worten darauf, dass die Helfer vor Ort von psychologischen Fachleuten betreut werden.

Doch auch die Seelsorger benötigen den Austausch, da das Begleiten schwer seelisch belasteter Menschen auch für sie eine große Herausforderung darstellt. Beim Malteser Hilfsdienst können auch sie über eine Hotline die Hilfe ausgebildeter Psychologen in ihrer Stadt in Anspruch nehmen. 

Loveparade: Routineeinsatz artete aus

Ziel aller Hilfsangebote für die Einsatzkräfte sei es, sie für den nächsten Hilfseinsatz zu stärken, so Dr. Kaminski. Die Loveparade in Duisburg habe gezeigt, dass selbst aus einer großen Feier ein Einsatz auf Leben und Tod werden könne. Der Einsatz auf der Großveranstaltung begann für die Helfer als Routineeinsatz mit kleineren Verletzungen und Kreislaufzusammenbrüchen und mutierte urplötzlich zu einer Katastrophe mit historischen Ausmaßen für die betroffene Stadt Duisburg.

(Redaktion)


 


 

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