Sie sind hier: Startseite Weser-Ems Business-News
Weitere Artikel
  • 08.08.2011, 22:25 Uhr
  • |
  • Bad Zwischenahn/Oldenburg
  • |
  • 0 Kommentare
Postdienstleister Mail-Express

Mitarbeiter standen in Bad Zwischenahn wieder vor verschlossenen Türen

Am vergangenen Freitag haben rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des über Nacht geschlossenen Postdienstleisters Mail-Express aus Oldenburg das Hotel Seeschlösschen in Bad Zwischenahn (Landkreis Ammerland) aufgesucht. Dort verlangten sie Auskunft über den Grund der Betriebsschließung. Wieder standen sie vor verschlossenen Türen.

Das Oldenburger Unternehmen Mail-Express war aus einer Insolvenz heraus vom Insolvenzverwalter zunächst einige Monate weiter betrieben worden und dann an die HSD -Betreibergesellschaft verkauft worden. Diese betrieb das Unternehmen dann unter der neuen Firmierung Mail-Express OL GmbH & Co. KG weiter. Allerdings anders als erhofft. 

Verdi: Juli- Lohn bislang nicht ausbezahlt

Nach Angaben von Jürgen Jakobs von der Gewerkschaft  Verdi hatte das Unternehmen für einen überschaubaren fünfstelligen Betrag den Eigentümer gewechselt. Maßgabe soll hierbei der Erhalt der Arbeitsplätze gewesen sein. Der insolvenzverwalter hatte noch vor der Umfirmierung Kündigungen für den 30.6., den 31.7. und den 31.8.2011 ausgesprochen. und die Belegschaft auch insgesamt gestutzt. Nach Jakobs Angaben sollen Mitarbeiter von der neuen Geschäftsführung gebeten worden sein, trotz Kündigung durch den Insolvenzverwalter für die umfirmierte Mail-Express OL weiter zu arbeiten. Zum 31. Juni 2011 standen die Mitarbeiter der Frühschicht plötzlich vor verschlossenen Türen. Der Betrieb war überraschend von einem Tag auf den anderen geschlossen worden.

Nach Verdi-Angaben hat der neue Inhaber den Lohn für den Monat Juli bislang noch nicht überwiesen. Auch eine Erklärung für die plötzliche Betriebsschließung zum 31. Juli sei bislang ausgeblieben.  Demnach sind die Mitarbeiter von Mail-Express weder über die Betriebsschließung informiert worden, nach sollen sie Kündigungen von den aktuellen Inhabern erhalten haben. Die Firma Mail-Express OL ist nach der Übernahme durch die HSD-Betreibergesellschaft unter der Anschrift in der Dreiberger Straße 21 - 23 in Bad Zwischenahn zu erreichen. Nach Verdi-Angaben handelt es sich hierbei um die Anschrift des Hotels Seeschlösschen, welches ebenfalls der HSD Betreibergesellschaft gehört.

Weder Geschäftsführung noch Inhaber sollen sich bislang bei der Belegschaft vorgestellt haben. Am Freitag versuchte der Gewerkschafter daher gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei Friedhelm Brandhorst Auskunft über die ausstehenden Löhne und die weitere Zukunft des Unternehmens zu erhalten. Brandhorst wird in den Medien immer wieder als Geschäftsführer genannt. Er habe sich einer direkten Konfrontation aber nicht stellen wollen und in seinem Büro eingeschlossen, als er entdeckt worden sei, so Verdi-Gewerkschaftssekretär Jakobs. Auch hier standen die Mail-Express-Mitarbeiter somit wieder vor verschlossenen Türen. 

Brandhorst: Thema Mail-Express erledigt

„Der Umgang mit den Beschäftigten ist einfach empörend. [...] Vielleicht traut sich ja mal endlich ein Verantwortlicher den Leuten ins Gesicht zu schauen und klar zu sagen, wie es weitergehen soll“, sagt der Gewerkschafter. Brandhorst äußerte sich gegenüber der Presse bislang nur dahingehend, dass für ihn das Thema Mail-Express „erledigt“ sei. Der Fall aus Oldenburg findet im Internet inzwischen auf diversen Foren für Firmenbestattungen Erwähnung. Die Internetseite des einst erfolgreichen Postdienstleisters ist inzwischen offline.

(Redaktion)


 


 

Auskunft
Inhaber
Friedhelm Brandhorst
OL GmbH
Mail-Express
Oldenburg
Seeschlösschen
Bad Zwischenahn
Oldenburg
Postdienstleister

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Auskunft" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: