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MAN-Korruptionsprozess

Zeuge berichtet von nachlässigen Prüfungen

Im Schmiergeldprozess gegen die frühere MAN-Topmanagerin Sabine D. hat ein Zeuge über den Umgang mit fragwürdigen Beraterverträgen berichtet. Der ehemalige Mitarbeiter der Controlling-Abteilung der Bustochter Neoman sagte am Freitag vor dem Landgericht München, dass er als Rechnungsprüfer die Verträge, die in Wahrheit Scheinverträge zur Abwicklung von Schmiergeldzahlungen waren, formal, aber nicht inhaltlich geprüft habe.


Die Vorwürfe gegen die Angeklagte, sie habe am damaligen Bestechungssystem beim Lkw- und Bushersteller MAN mitgewirkt, bestätigte der Zeuge nicht. Die 48-Jährige soll unter anderem Ende 2005 eine Schmiergeldzahlung in Höhe von 401.000 Euro freigegeben haben. Damit habe sich das Unternehmen in Norwegen einen Auftrag für 39 Busse gesichert.

Der Zeuge sagte, dass die Angeklagte, seine damalige Vorgesetzte, sich beschwert habe, dass diese Zahlung an einen Berater in bar erfolgt sei, obwohl dies nach den Richtlinien verboten gewesen sei. Von Bestechung sei nicht die Rede gewesen. Zu der Zeit hatte MAN die Schmiergelder über Scheinfirmen gezahlt. 2009 flog dieses System auf.

Die Angeklagte hatte zu Prozessbeginn die Vorwürfe gegen sie zurückgewiesen. Sie sei "naiv" gewesen und habe nicht gewusst, dass es Schmiergeld gewesen sei.

(dapd )


 


 

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