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Deutsche Markeneishersteller

Absatz bleibt trotz kurzem Sommer 2010 stabil

Die deutschen Markeneishersteller von Speiseeis konnten ihre Vorjahresergebnisse bei Absatz und Umsatz trotz des kurzen Sommers im Jahr 2010 nahezu stabil halten. Das teilt der Branchinformationsdienst E.I.S. mit - die Abkürzung steht für "Eis Info Service".

Vielfalt bieten auch die zusätzlichen Darreichungsformen. Neben den klassischen Hauspackungen werden vermehrt kleinere Gebinde nachgefragt und angeboten. Vom wiederverschließbaren 440 ml Becher, über die 200 ml Kleinpackung mit integriertem Löffel im Deckel bis hin zum 40 ml Kleineis im Multipack reicht das Angebot.

De Markeneisindustrie hat sich dieses Jahr wieder einiges einfallen lassen. Den Schwerpunkt bildet 2011 demnach das Premium-Segment. Dabei verzichten die Markeneishersteller zunehmend bewusst auf den Einsatz von künstlichen Aromen und Farbstoffen, um dem anhaltenden Wunsch nach Natürlichkeit nachzukommen. Zweites Standbein und auch 2011 nicht wegzudenken ist erneut die Frucht in Verbindung mit cremigem Eis.

Bei aller Innovationskraft gibt es einfach Klassiker, die man nicht besser machen kann. Dazu zählt das bekannte Eiskonfekt ebenso, wie der beliebte Kinderkuchen "Kalter Hund", den es jetzt auch in Eisform gibt. Sie sind genauso wenig aus dem Eissortiment 2011 wegzudenken, wie Sandwich, Hörnchen und die beliebten Schokoriegel im Eisformat.

Eisjahr 2010: Vorjahresniveau wurde nahezu gehalten

Die deutschen Markeneishersteller konnten 2010 trotz leichter Absatzrückgänge die Mengen von 2009 nahezu halten. Laut Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) wurden 2010 499 Millionen Liter industriell hergestelltes Speiseeis verzehrt - das sind lediglich 0,7 Prozent weniger als 2009. Der Gesamtumsatz von industriell hergestelltem Markeneis war ebenfalls leicht rückläufig und lag 2010 mit 1,92 Milliarden Euro um 1,2 Prozent unter dem Ergebnis von 2009 (1,94 Milliarden Euro).

Der Pro-Kopf-Verbrauch beim Gesamtspeiseeismarkt - also inklusive des handwerklich hergestellten Speiseeises - lag wie auch schon in den Vorjahren konstant bei 7,7 Litern. Die deutschen Konsumenten halten ihrem Lieblingseis auch bei widrigen Temperaturen die Treue.

Take-Home-Trend

Multipackungen lagen mit knapp 181 Millionen Litern um 0,8 Prozent über dem Vorjahresergebnis (2009: 179 Millionen Liter). Der Anteil der Multipackungen am Gesamtabsatz lag 2010 bei 36,3 Prozent. Beim Umsatz belegten sie prozentual gesehen eine Spitzenposition von 35,1 Prozent oder auch 674,9 Millionen Euro - das sind 2,4 Prozent mehr als 2009.

Mengenmäßig immer noch Spitzenreiter waren auch 2010 die Haushaltspackungen mit 238,6 Millionen Litern - das entspricht einem Anteil von 47,8 Prozent. Sie lagen mit einem marginalen Rückgang von 0,4 Prozent nahezu auf Vorjahrsniveau und konnten ihren festen Platz in den heimischen Truhen behaupten. Ihr Anteil am Gesamtumsatz betrug 28,1 Prozent. Die Umsatzverschiebungen zugunsten der Multipackungen bescherten den Haushaltspackungen leichte Rückgänge von 1,8 Prozent.

Wettereinfluss sorgte für Umsatzrückgänge

Wenngleich mittlerweile jedes fünfte Eis im Winter genossen wird, hat das Wetter einen entscheidenden Einfluss auf den Eisabsatz, besonders in den Bereichen Impulseis und Gastronomie. Das Impulseis - also die Kleinpackungen, die klassischerweise am Kiosk oder in Freibädern gekauft werden - ging mengenmäßig um 4,9 Prozent auf 40,4 Millionen Liter zurück, der Umsatz fiel um 4,5 Prozent auf 447,4 Millionen Euro. Prozentual belegt das Impulseis damit den dritten Platz mit einem Anteil von 8,1 Prozent am Gesamtabsatz und einem Anteil von 23,3 Prozent am Gesamtumsatz.

Schlusslicht bildet die Gastronomieware. Die seit Jahren rückläufigen Restaurantbesuche haben demnach auch Auswirkungen auf die Nachfrage nach Eisdesserts. Das Wetter tat sein Übriges, so dass die Gastronomieware einen Rückgang um 5,2 Prozent auf 39 Millionen Liter hinnehmen musste. Der Umsatz fiel um 2,7 Prozent auf 260,3 Millionen Euro. Hier konnte der anhaltende Trend nach Premium-Produkten den Mengenverlust etwas auffangen. Der Anteil am Gesamtabsatz liegt damit bei 7,8 Prozent, der am Gesamtumsatz bei 13,5 Prozent.

Insgesamt konnte trotz schlechtem Wetter das Eisjahr 2010 relativ stabil abgeschlossen werden. Die ungebrochene Treue der deutschen Verbraucher belohnen die Markeneishersteller auch in diesem Jahr mit zahlreichen Innovationen und neuen Sorten, die hoffentlich auch die Sonne hervorlocken werden!

(Redaktion)


 


 

Anteil
Gesamtumsatz
Haushaltspackungen
Liter
Umsatz
Markeneishersteller
Litern
Wetter

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