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Titanic-Legende an der Uni Oldenburg

Martin Sonneborn gewann den Wahlkampf um das Oldenburger Publikum

Im Rahmen der "Komische Zeiten"-Reihe ist am Donnerstag Ex-Titanic-Chefredakteur Martin Sonneborn im ausverkaufen Bibliothekssaal der Carl von Ossietzky Universität aufgetreten. Er wurde begeistert vom Oldenburger Publikum empfangen.

Von Onur Yamac

Martin Sonneborn besuchte in seiner Kindheit eine katholische Privatschule in Osnabrück und studierte danach in Münster, Wien und Berlin. Seine Magisterarbeit schrieb er über das Satiremagazin "Titanic". Im Wenig später begann er dort auch seine Karriere, die den Redakteur schließlich innerhalb weniger Jahre bis hin zum Posten des Chefredakteurs beförderte. Von 2000 bis 2005 hatte Sonneborn diese Funktion bei Titanic inne, seit 2006 leitet er das Satireressort SPAM auf Spiegel Online und ist seit 2009 erfolgreich als Außenreporter der „Heute Show“ für das ZDF unterwegs.

Auch die Gründung von  "Die Partei" geht auf Sonneborn zurück. Mit ihr trat er zuletzt bei den Wahlen in Hamburg und Berlin auf. Zentrale politische Forderung seiner Partei bei der Wahl in Berlin: Endlager Prenzlauer Berg. Der Berliner Bezirk gilt gemeinhin als das Quartier der hippen und karrierebewussten Latte-Macchiato-Mütter- und -Väter. Sie leben nicht selten fernab aller weltlichen Probleme. Auch NPD-Plakate nahm "Die Partei" aufs Korn und ersetzte die Motive mit NPD-Parteichef Udo Voigt und dem stark umstrittenen Slogan "Gas geben" durch eigene mit dem völlig zerstörten Unfallfahrzeug des tödlich verunglückten Rechtspopulisten Jörg Haider.

In anderer Mission wurde im Namen der Partei auch schon einmal dem Königreich Liechtenstein der Krieg erklärt, ein amüsantes Wahl-Interview gegeben oder ein geistreiches Polit-Rededuell mit dem Publizisten Matthias Matussek inszeniert. 

Publikum liebte "Deutschlands Chefsatiriker"

Sonneborn las an der Uni Oldenburg unter großem Beifall aus seinen Büchern, darunter auch aus seinem letzten Buch „Heimatkunde“ und zeigte Ausschnitte aus seinem filmischen Schaffen. Das Publikum, welches die zur Verfügung stehenden 200 Sitzpätze belegte, zeigte sich bereits in der Pause sehr zufrieden über Sonneborns Vorstellung. Deutschlands "Chefsatiriker" kam daher schon während der Pause nicht mer damit hinterher, die zahlreichen Autogramm- und Fotowünsche abzuarbeiten.

Veranstalter der Comedy-Reihe "Komische Zeiten" ist die Universitätsbibliothek Oldenburg in Kooperation mit der Carl von Ossietzky Unibuch-Buchhandlung. Konzipiert wurde die Reihe vom Oldenburger Bibliothekar und Satire-Bestsellerautor Günther Willen (Niveau ist keine Hautcreme).

Bei der nächsten "Komische Zeiten"-Vorstellung, am Donnerstag, den 19. Januar 2012, erwartet man im Bibliothekssaal der Universität den Kolumnisten Harry Rowohlt.

(FN)


 


 

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