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Polizeieinsatz

Waffen bei Mitgliedern der "Hells Angels" und "Bandidos" beschlagnahmt

Nach den schweren Auseinandersetzungen zwischen den rivalisierenden Rockergruppen "Bandidos" und "Hells Angels" in Duisburg, Solingen und Essen, griff die Polizei heute in NRW und Schleswig-Holstein zu. Bei den Maßnahmen wurden in NRW Waffen und in Flensburg Schusswaffen und sogar Sprengstoff-Utensilien sichergestellt.

Nach einer Massenschlägerei von 50 bis 60 Personen in und vor dem Duisburger Clubhaus der "Bandidos", hatte die Polizei die Szene umfangreich überwacht. In der Nacht zu Dienstag wurden daraufhin bei Kontrollen von Mitgliedern der "Bandidos" in Duisburg 2 Baseballschläger, 2 Reizstoffsprühgeräte, 1 Teleskopschlagstock,  und ein Beil sichergestellt. Der Weg eines 31 Jahre alten Mannes führte direkt vom Ort der Überprüfung ins Polizeigewahrsam. Er wurde mit Haftbefehl von der Staatsanwaltschaft Duisburg wegen gefährlicher Körperverletzung gesucht.

Waffendepot in Flensburg ausgehoben

Bereits am gestrigen Montagnachmittag hatten Ermittler der Sonderkommission "Rocker" des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein gemeinsam mit Kräften der Polizei Flensburg  eine Flensburger Kfz-Werkstatt durchsucht. Der Inhaber der Werkstatt stand im Verdacht, Waffen und Munition illegal in seinen Firmenräumen aufbewahrt zu haben. Vor Ort fand die Polizei Kisten und Waffenkoffer, in denen sich Maschinenpistolen, Schrotflinten, großkalibrige Revolver und Pistolen, Kleinkaliberwaffen, große Mengen Munition und sprengstoffähnliche Substanzen nebst Zündvorrichtungen befanden. In diesem Zusammenhang werde gegen Mitglieder des Motorradclubs MC Hells Angels, Charter Flensburg, ermittelt, erklärte ein Polizeisprecher.

"Wir werden uns nicht von wild gewordenen Bandidos oder Hells Angels auf der Nase herumtanzen lassen und alle rechtlichen Maßnahmen des Polizei- und Strafrechts ausschöpfen." (Leitender Polizeidirektor Hans Volkmann, Polizei Nordrhein-Westfalen)

Polizei bündelt Maßnahmen

"Wir werden uns nicht von wild gewordenen Bandidos oder Hells Angels auf der Nase herumtanzen lassen und alle rechtlichen Maßnahmen des Polizei- und Strafrechts ausschöpfen", sagte am Dienstag der Leitende Polizeidirektor Hans Volkmann als deutliche Botschaft in Richtung der 'Bandidos' und 'Hells Angels'. "Wir dulden in Nordrhein-Westfalen weder rechtsfreie Räume noch Selbstjustiz." Seit vergangenem Sonntag bündelt die NRW-Polizei ihre Kräfte und Maßnahmen gegen die Rockergruppierungen zentral vom westfälischen Münster aus. Am Wochenende waren nach dem Vorfall in Duisburg u.a. in Solingen Schüsse auf ein Clubhaus der "Hells Angels" abgegeben und eine Handgranate durch ein Fenster im 1. Obergeschoss geworfen worden. Zu einer Detonation kam es nach Polizeiangaben nicht, weil die Granate nicht mit sprengfähigem Material gefüllt war. Das Landeskriminalamt NRW ließ sich vom Präsidenten des Clubs vor Ort das Bildmaterial der Überwachungskameras aushändigen. In Essen schossen Unbekannte am Wochenende zudem auf ein Bandidos-Clubhaus. Die Polizei hat seitdem eine 24-stündigen Objektschutz mit Polizeibeamten an den betreffenden Clubhäusern eingerichtet.

Bereits am 8. Oktober Schüsse in Duisburg

Der Massenschlägerei vom vergangenen Samstag vorangegangen war am 8. Oktober ein tödlicher Schuss eines den "Hells Angels" zugerechneten Mannes auf einen "Bandido" an eben jenem Ort der Massenschlägerei in der Duisburger Vulkanstraße. Kurz nach Beginn einer öffentlichen Fahndung stellte er sich der Polizei. Hintergund soll damals nach Angaben der Polizei der Streit um eine Frau gewesen sein. Sorge bereitet der Polizei nun ein Jubiläumstreffen der "Bandidos" am 14. November in Dortmund. Die Rocker wollen dort das 10-jährige Bestehen der deutschen Sektion des in den USA gegründeten Motorradclubs feiern.


(Redaktion)


 


 

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