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Haniel und Metro dementieren Verkaufspläne

Die Haniel-Gruppe und der zu ihr gehörende Handelskonzern Metro haben am Sonntag einen "Spiegel"-Bericht dementiert, dem zufolge Haniel erwägt, die Metro-Anteile an der Elektronikkette Media-Saturn zu verkaufen. Hintergrund ist dem Bericht zufolge der Streit zwischen Metro und den Alteigentümern von Media-Saturn, Erich Kellerhals und Leopold Stiefel, um die Mitspracherechte.

Ein Haniel-Sprecher bestätigte zwar ein Treffen zwischen Haniel-Chef Jürgen Kluge, Aufsichtsratschef Franz M. Haniel und Kellerhals Anfang August. Dabei sei es aber darum gegangen, den Streit nicht weiter eskalieren zu lassen. Der Sprecher verwies auf eine Gesellschafterversammlung der Metro am Montag (29. August) in Ingolstadt.

Ein Metro-Sprecher sagte, Media-Saturn "ist und bleibt integraler Bestandteil unseres Portfolios". Ein Gespräch über einen Verkauf der Metro-Anteile an Media-Saturn habe es nicht gegeben.

"Sehr ernsthafte" Diskussion

Laut "Spiegel" haben Kluge, Haniel und Kellerhals bei dem Treffen Anfang August "sehr ernsthaft" über einen Verkauf an Kellerhals selbst oder an Investoren diskutiert. Die beiden Alteigentümer halten zusammen 25 Prozent an der Elektronikkette, verfügen aber über eine Sperrminorität - so dass der Hauptanteilseigner Metro bei allen wichtigen Entscheidungen die Zustimmung der beiden braucht.

Dem Magazin zufolge versucht Metro-Chef Eckhard Cordes derzeit, dieses Vetorecht juristisch auszuhebeln. Wie verfahren die Situation inzwischen ist, habe sich laut "Spiegel" auch vor der Gesellschaftersitzung gezeigt.

Kellerhals habe den Düsseldorfern damit gedroht, den sogenannten Cash-Pool- Vertrag nicht zu verlängern, ein Regelwerk, mit dem die Media-Saturn-Holding über Jahre ihre überflüssige Liquidität an den Metro-Konzern verliehen hatte. Kellerhals habe erst in letzter Minute eingelenkt. Der Vertrag solle jetzt verlängert werden, Metro solle in Zukunft aber nur noch ein Viertel der verfügbaren Mittel bekommen.

Kellerhals selbst hatte dem Bericht zufolge im Jahr 2005 mit dem ehemaligen Metro-Chef Hans-Joachim Körber über den Verkauf seines Anteils an die Metro-Gruppe verhandelt. Der Deal sei damals aber an dem von Kellerhals verlangten Preis von rund drei Milliarden Euro gescheitert.

(dapd )


 


 

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