Sie sind hier: Startseite Weser-Ems Life & Style Medienwelt
Weitere Artikel
Medienunternehmer aus Südafrika

"Afrika beginnt, die eigene Geschichte zu erzählen"

Tageszeitungen in Afrika seien "ein kritisches, aber ausbaufähiges Element" und ein "Marktplatz der Ideen", so der Medienunternehmer Traver Ncube aus Südafrika. Er nimmt in dem in wenigen Tagen beginnenden Deutsche Welle Global Media Forum in Bonn teil.

Auf einem Kontinent, der hungrig sei nach Information, hätten Medien darüber hinaus einen Bildungsauftrag und seien ein Faktor zur Verbreitung demokratischer Werte. "Unglücklicherweise sehen viele afrikanische Regierungen die Medien als ihren Feind und neigen dazu, deren Bildungs- und Informationsauftrag zu untergraben", so Traver Ncube im Interview. Insbesondere fürchte man investigativen Journalismus, der Korruption und Machtmissbrauch aufdecke. "Viele afrikanische Regierungen haben undemokratische Gesetze erlassen, die die Meinungs- und Pressefreiheit verletzen", so der Medienunternehmer.

"Ja, Afrika hat Probleme, aber der Kontinent ist in Bewegung." (Traver Ncube)

Traver Ncube ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Mail and Guardian, Südafrika, und Vorstandsvorsitzender der Alpha Media Holding, Simbabwe. Er steht zudem an der Spitze der Vereinigung der Commonwealth-Presse. Auf dem Eröffnungsplenum des Deutsche Welle Global Media Forum in Bonn diskutiert er mit Professor Franz-Josef Radermacher von der Universität Ulm, Mitglied des Club of Rome, und Mikhail Shvydkoj, Sonderbevollmächtigter des russischen Präsidenten; über das Thema "Medien zwischen Erfolgsdruck und Bildungsauftrag".

"Afrika beginnt, seine eigene Geschichte zu erzählen", so Ncube. "Wir können den westlichen Medien nicht sagen, wie sie über Afrika berichten sollen." Aber er beobachte, dass die Besessenheit, mit der viele westliche Medien über negative Aspekte aller Art im Zusammenhang mit Afrika berichteten, sich verändere "durch viele positive Geschichten, die aus Afrika kommen", sagte der Medienunternehmer. Westliche Medien könnten es sich nicht länger leisten zu ignorieren, dass Afrika Fortschritte mache, ohne zu riskieren, selbst an Bedeutung zu verlieren. "Ja, Afrika hat Probleme, aber der Kontinent ist in Bewegung", so Ncube.

(Redaktion)


 


 

Medien
Geschichte
Medienunternehmer
Südafrika
Regierungen
Ncube
Bonn
Kontinent

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Afrika" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: