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Konjunktur setzt dem Handelsgigant zu

Metro Group streicht 15.000 Stellen bis 2012

Die Handelsgruppe Metro will angesichts der aktuellen Konjunkturentwicklung in den kommenden vier Jahren weltweit rund 15.000 Arbeitsplätze abbauen. Von den Einsparungsmaßnahmen sind auch Großverbrauchermärkte und die Handelskette Real betroffen. Rund 1,5 Milliarden ?, so heißt es, seien durch die drastischen Einschnitte einzusparen.

Das Unternehmen, das global über 300.000 Mitarbeiter beschäftigt, bemüht sich, den Personalabbau möglichst sozialverträglich zu gestalten. So würrden die Arbeitsplätze über die "natürliche Fluktuation" abgebaut. Auch seien in der aktuellen Zahl die bereits bekannten Stellenstreichungen bei den deutschen Großverbrauchermärkten sowie Real enthalten.

"Diese Zahlen können wir nicht kommentieren. Fakt ist jedoch, dass wir mit dem aktuellen Wertsteigerungsprogramm das Ergebnispotenzial verbessern wollen. Dieses soll sich bis 2012 um 1,5 Mrd. Euro steigern", erläutert Metro-Sprecher Rüdiger Stahlschmidt auf Nachfrage. Falsch sei, dass es sich ausschließlich um Einsparungen handle. Vielmehr soll das Ergebnis auch mit Produktivitätssteigerungen aufgefrischt werden. Zudem wolle das Management die Steuerung und Kontrolle des Unternehmens zentralisieren. In der Begründung für die Maßnahmen verweist das Metro-Management unterdessen darauf, dass diese nicht als "kurzfristige Reaktion" des schlechten Marktumfelds bewertet werden dürfen. Vielmehr seien die Pläne auf eine langfristige Strategie ausgelegt.

Geändertes Kundenverhalten in der Krise

Dass sich die Lage zuspitzt, hat Metro-Vorstandschef Eckehard Cordes jüngst eingeräumt. Eine "Verschlechterung der konjunkturellen Rahmenbedingungen im Verlauf des vierten Quartals" hätte dazu geführt, dass die Kunden eher auf preiswertere Lebensmittel ausgewichen seien und sich in Zeiten der Krise eher zurückhielten. Das Metro-Restrukturierungskonzept sieht unter anderem vor, dass den Ländergesellschaften künftig mehr Eigenverantwortung übertragen werden soll. Die Sparten Cash & Carry, Media Markt und Saturn, Real und Galeria Kaufhof sollen für den konzernübergreifenden Einkauf sowie die Logistik in Zukunft allein verantwortlich sein.

IBM betreibt Rechenzentren Rechenzentren von Media/Saturn

Ein immenses Einsparpotenzial sieht der Metro-Chef vor allem auch bei der Bekleidungskette Adler, die Branchenkennern zufolge womöglich schon bald abgestoßen werden könnte. Für das Großhandelsgeschäft Cash & Carry war bereits zuvor die Streichung von einigen Hundert Stellen angekündigt worden. Um schlankere Verwaltungsstrukturen zu bekommen, gibt beispielsweise die Metro-Elektroniktochter Media-Saturn den Betrieb ihrer Rechenzentren an den Technologiekonzern IBM ab. Wie Cordes zudem bekannt gab, zählen die Kaufhof-Warenhäuser nicht mehr zum Metro-Kerngeschäft

(Redaktion)


 


 

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