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Metropolregion Bremen-Oldenburg

Positive "Frischkopf"-Bilanz nach drei Jahren Arbeit

Am Donnerstag hielt die Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e.V. (Slogan: "Die Frischköpfe") ihre Jahrespressekonferenz in Delmenhorst ab. Die fünf Vertreter des Vorstands der Metropolregion zogen ingesamt ein sehr positives Fazit der bisherigen Arbeit in den drei jahren seit Gründung des regionalen Netzwerks.

Gerd Stötzel (parteilos), Landrat des Landkreises Diepholz und Erster Vorsitzender der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten, verwies auf die erhöhte Wahrnehmung der „Frischköpfe“ in der Öffentlichkeit. „Die Leistung der Metropolregion im abgelaufenen Jahr sehe ich darin, dass es uns in bemerkenswert kurzer Zeit gelungen ist, Netzwerke zu knüpfen, die weit über unsere Grenzen hinaus bekannt geworden sind. Wir haben eine Blaupause dafür geliefert, wie man sich als Region aufstellen kann und wahrscheinlich auch muss, um im Europa der Regionen eine wesentliche Rolle zu spielen“, sagte Stötzel und nannte ein Beispiel: „Immerhin ist es uns in vergleichsweise kurzer Zeit gelungen, beim derzeit hochaktuellen Thema Klimawandel Modellregion des Bundes zu werden und dafür auch erhebliche Fördergelder einzuwerben.“

„Unsere Wirtschaftsstrukturen sind vielfältig und insgesamt können wir eine kontinuierliche Entwicklung verzeichnen, Monostrukturen wie zum Beispiel in anderen Metropolen haben wir im
Nordwesten nicht“ (Stephan-Andreas Kaulvers, Bremer Landesbank)

Stärkere Vernetzung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft

Robust und relativ krisenfest aufgestellt sah am Donnerstag auch Dr. Stephan-Andreas Kaulvers, Vorstandsvorsitzender der Bremer Landesbank und Zweiter Vorsitzender der Metropolregion, die regionale mittelständische Wirtschaft: „Unsere Wirtschaftsstrukturen sind vielfältig und insgesamt können wir eine kontinuierliche Entwicklung verzeichnen, Monostrukturen wie zum Beispiel in anderen Metropolen haben wir im
Nordwesten nicht“, erläutert Kaulvers.

„Kernbranchen wir die Logistikwirtschaft, die maritime Wirtschaft oder die Automobilwirtschaft haben uns bereits stark gemacht. Zukunftsbranchen wie Luft- und Raumfahrt oder die Gesundheitswirtschaft haben ein hohes Innovations- und Ansiedlungspotenzial. Hier nehmen wir schon heute, gemessen an der Anzahl der Beschäftigten oder am Wertleistungsvolumen, bundes- und sogar europaweit eine Leaderfunktion ein. Wir haben uns vorgenommen, diese Zukunftsfelder weiter auszubauen, die Unternehmen untereinander und mit anderen regionalen Akteuren sowie der Wissenschaft und Forschung zu vernetzen.“ 

Loske: Erneuerbare Energien in der Region gut aufgestellt

Glänzend aufgestellt sehen sich die „Frischköpfe“ auch im Bereich der erneuerbaren Energien und Zukunftstechnologien. Dr. Reinhard Loske (Grüne), Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa des Landes Bremen und Schatzmeister der Metropolregion meinte dazu: „Klimaschutz und Klimaanpassung – die Metropolregion stärkt nachhaltig ihre Zukunftskompetenzen: einerseits mit der klaren Unterstützung für erneuerbare Energien, insbesondere die Windenergie, andererseits mit der Erarbeitung einer regionalen Anpassungsstrategie an den Klimawandel“, befand das Vorstandsmitglied. Herausragende Ereignisse 2009 seien der öffentlichkeitswirksame Auftakt des regionalen Klimaanpassungsprojektes „Nordwest 2050“ im Bremer Rathaus sowie die erste Regionalkonferenz zu diesem Thema in Delmenhorst gewesen.

„In der Metropolregion hat sich die Ernährungswirtschaft hervorragend entwickelt. Wir wollen diese gute Ausgangssituation noch zusätzlich verbessern und fördern deshalb mit dem so genannten Clustermanagement die weitere Vernetzung der regionalen Akteure aus Wirtschaft, Forschung, Ausbildung und Verwaltung." (Landwirtschafts-Staatssekretär Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke)

Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke (CDU) vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung sowie Vorstandsmitglied der Metropolregion, richtete seinen Fokus auf das Referenzcluster Ernährungswirtschaft: „In der Metropolregion Bremen-Oldenburg hat sich die Ernährungswirtschaft hervorragend entwickelt. Grund ist das Zusammenwirken verschiedener Faktoren wie natürliche Bedingungen, Infrastruktur , Lage zu Beschaffungs- und Absatzmärkten und Forschungsund Ausbildungskapazitäten“, sagte der Staatssekretär und kündigte weitere Unterstützung an: „Wir wollen diese gute Ausgangssituation noch zusätzlich verbessern und fördern deshalb mit dem so genannten Clustermanagement die weitere Vernetzung der regionalen Akteure aus Wirtschaft, Forschung, Ausbildung und Verwaltung." 

Verein "Wirtschaft pro Metropolregion" e.V. gegründet

Die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Kommunen würdigte auch Jörg Orlemann, Hauptgeschäftsführer der IHK Stade für dem Elbe-Weser-Raum und Vorsitzender des Fördervereins „Wirtschaft pro Metropolregion e.V.“. „Die Kammern sind vom enormen Potenzial der Zusammenarbeit in der Metropolregion überzeugt. Darum werben wir für eine breite Beteiligung und haben den Förderverein „Wirtschaft pro Metropolregion" gegründet, der allen Unternehmen und Wirtschaftseinrichtungen offen steht. Gemeinsam mit ihnen wollen wir den Standort in öffentlich-privater Partnerschaft gezielt
weiterentwickeln“, sagte der im Oktober neugewählte Vorsitzende.

Projekte mit 1. Mio. Euro  gefördert und Vorstand bestätigt

Mit insgesamt 1,03 Millionen Euro wurden im Sommer 2009 insgesamt 13 Projekte in der Metropole Nordwest aus den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Tourismus und Raumstruktur aus dem Förderfonds der Länder Bremen und Niedersachsen bedacht.

Mit dem am Donnerstag vorgestellten Handlungsrahmen 2010-2013 haben sich die „Frischköpfe“ nun ein mittelfristiges Aktionsprogramm der Metropolregion für die kommenden vier Jahre auferlegt. Viele der genannten Projekte sollen über diesen Zeitraum hinaus in gemeinsamen Aktivitäten voran gebracht werden. Ihre Anerkennung für die geleistete Arbeit des Vorstands brachten die Mitglieder der Metropolversammlung bereits im Dezember 2009 zum Ausdruck: das 14-köpfige Gremium der Metropolregion wurde für die kommenden drei Jahre bestätigt.

(Redaktion)


 


 

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