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Papenburg

Meyer Werft vergibt Software-Großauftrag an Dassault und IBM

Einen Großauftrag für die Entwicklung von Konstruktionssoftware hat die Papenburger Meyer Werft an die Unternehmen Dassault Systèmes und IBM vergeben. Am Mittwoch unterzeichneten die Unternehmen auf der CeBIT in Hannover einen millionenschweren Vertrag.

Der Schiffbau ist eine hochkomplexe Aufgabe. Mehr als zehn Millionen Einzelteile, einige hundert Baugruppen und die Fertigung von Einzelstücken oder Kleinserien macht den Bau von Kreuzfahrtschiffen schwierig. Bei der im Jahr 1795 gegründeten Meyer Werft hat man sich nun für die Einführung der Software-Plattform "CATIA V6-Produktlebenszyklus-Management-Lösungen" (PLM) von Dassault Systèmes entschieden.

Software schon im Flugzeugbau im Einsatz

Die Konstruktionssoftware kommt bisher schon beim Flugzeug- und Automobilbau zum Einsatz und muss an die Bedürfnisse des Schiffbaus noch angepasst werden. Werft-Geschäftsführer Lambert Kruse sieht in der künftigen Konstruktionssoftware eine deutliche Verbesserung zum Status Quo. Die Software gebe der Werft die Möglichkeit, Schiffe deutlich effizienter zu entwickeln und der hauseigenen Fertigung zu einem sehr früheren Zeitpunkt noch präzisere Informationen zu liefern. Mithilfe der Plattform könne man Entwicklungsingenieuren, Designern, Architekten, Planern, aber auch "Zulieferunternehmen Online-Zugriffe auf die umfangreiche 3D-Daten und weitere Produktdaten" der Schiffe ermöglichen, ergänzt auch Meyer Werft-Konstruktionsleiter Jan Meyer die vielfältigen Möglichkeiten der V6-Plattform

IBM übernimmt Systemintegration

Die Integration in die existierende IT-Landschaft der Papenburger soll mit Unterstützung von IBM Global Business Services (GBS) erfolgen.  Der nun vergebene Auftrag hat nach Angaben von Meyer Werft-Sprecher Peter Hackmann"einen Wert im zweistelligen Millionenbereich". 

Werft bis 2012 ausgelastet

Aktuell ist die Werft noch bis 2012 mit insgesamt 6 ausfinanzierten Aufträgen für Kreuzfahrtriesen ausgelastet. Zuletzt wurden die "Aida Blu" und die "Celebrity Eclipse" abgeliefert. Da die Vorlaufzeit für Kreuzfahrtschiffe sehr lang ist, ist bei fehlenden Aufträgen zuerst die Konstruktionsabteilung ohne Arbeit. Dort wird nun eben jene neue Software-Plattform  eingeführt, um die Werft noch effizienter und wettbewerbsfähiger zu machen. Mitte März steht zudem die Entscheidung an, ob die Werft einen weiteren Auftrag im Wert von 1,2 Milliarden Euro von der US-Reederei Princess Cruises bekommt.

(Redaktion)


 


 

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