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Microsoft holt zum Gegenschlag aus

Windows 8 als Grundstein für ein "Ökosystem" neben Apple und Google

Es soll der zentrale Baustein einer großen Aufholjagd werden: Microsofts neues Betriebssystem Windows 8. Mit der Software will der Computer-Pionier gleich mehrere Lücken in seinem Angebot schließen, die ihm zuletzt arge Probleme bereitet hatten. Ziel ist es, endlich ein konkurrenzfähiges "Ökosystem" zu schaffen. Klassische Computer, Laptops, Tablets-PCs und Telefone - überall soll Windows laufen.

Von Stephan Radomsky

Windows 8 sei daher nicht nur eine neue Version, sondern eine völlig neue Generation von Betriebssystem, sagte Microsoft-Manager Steven Sinofsky bei der Präsentation der öffentlichen Testversion. "Unser letzter Generationswechsel war die Einführung von Windows 95."

Die wichtigsten Neuheiten von Windows 8 waren indes bereits zuvor bekannt. So wird das Betriebssystem erstmals nicht nur auf Intel-Prozessoren, sondern auch auf Modellen des Entwicklers ARM laufen. Diese gelten als besonders sparsam und werden deshalb bevorzugt in Smartphones und Tablet-Rechnern verbaut - eine Geräteklasse, die bisher Apple und Googles Android dominieren.

Apples neues Betriebssystem fast fertig

Die Strategie hinter der Neuausrichtung ist, ein "Ökosystem" zu schaffen, dem Nutzer umfassend treu bleiben. Erfinder dieses Konzepts ist der US-Computerkonzern Apple. Mit ihren iPhones und iPads haben die Kalifornier eine weitgehend geschlossene Welt um ihren App-Store herum aufgebaut. Demnächst sollen sich auch die Mac-Computer hier einfügen: Im Spätsommer soll die neue Version des Betriebssystems OS X noch mehr Apps auf Laptops und Computer bringen.

Einen etwas anderen Weg verfolgt Google. Der Suchmaschinenkonzern hat mit seiner Android-Plattform ein für Geräte-Hersteller und Programmierer weitgehend offenes System geschaffen. Dennoch will auch Google die Nutzer möglichst in seinem Kosmos halten. So sind die Such-, Karten- und E-Mail-Dienste, die Videoplattform YouTube oder das Sozialnetzwerk Google+ als lukrative Angebote des Konzerns tief in die Software integriert.

Microsoft hat auf diesem Gebiet dagegen zuletzt an Boden verloren. Der Konzern hat seine Angebote bisher wenig miteinander verzahnt. Der Konzern von der US-amerikanischen Westküste bespielt bis heute hauptsächlich noch klassische Desktop-Computer und Laptops. Windows 8 soll diese offene Flanke künftig schließen.

(dapd )


 


 

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