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Kommentar von Detlef Fechtner

Zweifelhafte Unterstützung für die Milchbauern

Es gibt durchaus Gründe, warum staatliche Hilfen für heimische Milchbauern sinnvoll sind. Erstens, um bei Lebensmitteln nicht auf Importe angewiesen zu sein. Zweitens, weil die Landwirte auch Landschaften pflegen. Und drittens, weil es Bauern nun einmal schwerer haben, Kapazitäten schnell anzupassen - Kühe kann man schließlich nicht an- oder abstellen.

Grundsätzlich ist deshalb nichts einzuwenden, wenn Regierungen Bauern durch eine Krise helfen. Ob aber die jetzt beschlossenen Programme das Richtige sind, ist zweifelhaft. Viele Monate hat die Öffentliche Hand nur tröpfchenweise Hilfen vergeben - und erntete dafür den Zorn der Viehhalter. Nun wird vereinbart, dass in den nächsten Jahren Milch und Honig fließen sollen. Berlin und Brüssel überbieten sich mit Zusagen - obwohl die Hoffnung besteht, dass viele Bauern ab nächstem Sommer wieder auskömmlich wirtschaften können. Dann, wenn viele Hilfen erst wirken. Aber angesichts billionenschwerer Notmaßnahmen für Banken und Industrie fallen die Millionen für Bauern ohnehin nicht mehr auf - selbst wenn sie zu spät kommen.

(ots / WAZ)


 


 

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