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Konjunkturabschwung

Mindestlöhne beschleunigen laut IHK Jobabbau

Die Zunahme der Arbeitslosenzahl im Januar gegenüber dem Vormonat hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Dies teilte die IHK Osnabrück-Emsland mit. Grund dafür sei der konjunkturelle Abschwung, der nun auch das Weser-Ems-Gebiet erreicht hat. Verhandlungen über neue Mindestlöhne sind laut der IHK zum jetzigen Zeitpunkt unangebracht.

Die Arbeitslosenzahl im Wirtschaftsraum Osnabrück-Emsland ist im Januar gegenüber dem Vormonat um fast 3.600 auf rund 28.000 Personen gestiegen. Dies zeigen jetzt veröffentlichte Zahlen der regionalen Arbeitsagenturen in Osnabrück, Nordhorn und Leer. Dabei lässt sich nach Einschätzung der IHK Osnabrück-Emsland nur ein Teil des Zuwachses auf die üblichen jahreszeitlichen Entwicklungen zurückführen. Die Höhe des Anstiegs sei vielmehr Indiz dafür, dass der Konjunkturabschwung die Region erreicht hat. Im Januar des Vorjahres hatte die Arbeitslosigkeit nur um etwa 1.800 Personen zugenommen.

Die IHK warnt deshalb davor, in dieser Situation neue Beschäftigungshürden zu errichten. „Wer jetzt neue Mindestlöhne beschließt, stimmt gegen Wachstum und Beschäftigung“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf. Eine bundesweite IHK-Befragung, an der sich auch regionale Betriebe beteiligt hatten, sei zu dem Ergebnis gekommen, dass schon ein Mindestlohn in Höhe von 7,50 Euro 45 Prozent der Unternehmen beträfe. Jedes fünfte dieser Unternehmen würde auf die steigenden Arbeitskosten mit Jobabbau reagieren. Weitere Mindestlöhne würden laut IHK vor allem die Beschäftigungschancen Geringqualifizierter verschlechtern.

(Redaktion)


 


 

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