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Kommentar von Wilhelm Klümper

Verdi geizt bei eigenen Mitarbeitern

Verdi geht es offenbar bestens. So soll die Gewerkschaft 2008 über 18 Millionen und im vergangenen Jahr 10 Millionen Euro mehr als erwartet auf der Habenseite verbucht haben. Großzügig gewährte die Gewerkschaft ihren Führungskräften zuletzt eine satte Lohnerhöhung von 8,6 Prozent. Knauserig zeigt sich Verdi allerdings gegenüber ihren 3.800 Beschäftigten, denen nur 1,5 Prozent Lohnerhöhung angeboten werden.

 "Verdis Verhalten ist eine Unverschämtheit." Diese vernichtende Kritik stammt von Manfred Lesch, Vorsitzender des Verbandes der Gewerkschaftsbeschäftigten. 

Gewerkschafter mit Glaubwürdigkeitsproblem

In der Tat hat Verdi ein gewaltiges Glaubwürdigkeitsproblem. Mit der Forderung "Jetzt gemeinsam: Krise bekämpfen - Kaufkraft stärken" schicken die Funktionäre die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst in den Kampf. Das Forderungspaket von Lohnerhöhungen, Altersteilzeit, Übernahme von Auszubildenden beträgt fünf Prozent. Aber anders als Verdi mit ihren dicken Überschüssen ächzen die Städte unter einem Rekorddefizit von über 12 Milliarden Euro.

Mithin wäre es zunächst doch an Verdi, in gesamtgesellschaftlicher Verantwortung ihren Mitarbeitern mehr Geld zum Ausgeben zu geben. Aber das ewige Postulat von "Kaufkraft stärken" und damit "Krise bekämpfen" gilt wohl nicht in den eigenen Reihen. Das nennt man doppelzüngig.

(ots / WAZ)


 


 

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