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Müller-Brot

Entscheidung über Neustart am Montag nach Hygienekontrolle vertagt

Nach einer ganztägigen Hygienekontrolle der insolventen Großbäckerei Müller-Brot und stundenlangen Beratungen haben die zuständigen Behörden die Entscheidung über eine Wiederaufnahme der Produktion auf Dienstag vertagt

Insgesamt 25 Kontrolleure des Landratsamts Freising, der Regierung von Oberbayern und des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) untersuchten am Montag von 9:00 bis 18:00 Uhr die Fabrik im oberbayerischen Neufahrn, wie der vorläufige Insolvenzverwalter Hubert Ampferl am späten Abend sagte.

Insgesamt sei eine Fläche von 54.000 Quadratmetern überprüft worden. Dabei seien "unendliche viele Daten" erhoben worden. Es seien Bilder gemacht und alle Fakten dokumentiert worden. "Es ist ein Mengenproblem", erläuterte der Insolvenzverwalter. Der Austausch der Behörden werde daher am Dienstagvormittag fortgesetzt. Eigentlich war mit der Entscheidung für Montag gerechnet worden.

230 Tonnen Mehl bestellt

In den vergangenen drei Wochen waren laut Ampferl alle Hallen geputzt worden. In die Reinigung seien 600.000 Euro gesteckt worden.

Die Behörden hatten die Backfabrik Ende Januar stillgelegt, weil Kontrolleure dort Ungeziefer, Mäusekot und verdreckte Maschinen vorgefunden hatten. Der Produktionsstopp brockte der Bäckerei mit knapp 1.300 Beschäftigten Verluste in Millionenhöhe ein. Mitte Februar meldete die Geschäftsführung Insolvenz an. Einen Tag später verweigerten die Behörden die Wiederaufnahme der Produktion, da Schmutz und Schädlinge noch nicht beseitigt waren.

Ampferl will die Produktion am Mittwoch wieder starten. Er habe bereits 230 Tonnen Mehl bestellt, um sofort wieder Semmeln, Brezeln und Brot backen zu können, sobald die Behörden grünes Licht geben, sagte er und betonte: "Ich hoffe, dass wir den Mittwoch halten können. Die Lieferanten stehen bei Fuß."

Über den Verkauf von Müller-Brot an einen Investor soll bis Ende des Monats entschieden werden. Der Insolvenzverwalter verhandelt mit mehreren Interessenten, die die Großbäckerei komplett übernehmen wollen.

(dapd )


 


 

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