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Jahresabschluss 2010 sehr positiv - Werder Bremen wappnet sich für das Jahr 2012

Auf der Mitgliederversammlung des Sport-Vereins "Werder" von 1899 e.V. legte die Vereinsführung unter Präsident Klaus-Dieter Fischer, Vize-Präsident Hubertus Heß-Grunewald und Schatzmeister Axel Plaat am Montag die Bilanz des Geschäftsjahres 2010 vor. Die Veranstaltung fand in der Werder-Halle in der Hemelinger Straße in Bremen statt.

Danach erwirtschaftete der Verein 114.000 Euro Jahres-Überschuss bei einem Umsatz von 3,5 Millionen Euro. Damit konnte die Körperschaft ihr Eigenkapital auf 12,6 Millionen Euro aufstocken. "Den Verein geht es in allen Belangen hervorragend ", so Präsident Klaus-Dieter Fischer am Montagabend.

"Verein und Kapitalgesellschaft können sich zurzeit auf die Unterstützung von 400 ehrenamtlichen oder geringfügig beschäftigten Mitarbeitern verlassen," sagte Fischer. Der Bereich soziales Engagement, der ebenfalls unter Fischers Verantwortung fällt, setzte seine positive Entwicklung demnach fort. "Wir haben unser Netzwerk zuletzt weiter ausbauen können und arbeiten nun mit 330 Partnern zusammen. In diesem Rahmen erreichen wir 150.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die sich intensiv mit Werder beschäftigen." 

Mitgliederzahl hat sich noch einmal erhöht

Trotz der sportlichen Schwierigkeiten habe sich die Zahl der Mitglieder im Geschäftsjahr 2010 sogar auf 40.400 noch einmal leicht erhöht, so Fischer weiter. Bis 2015 wolle man die Marke von 50.000 Mitgliedern knacken und die Zahl von 5,8 Millionen Fans.

Im Rahmen der Veranstaltung präsentierte auch die SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA dem Verein als Gesellschafter ihre Zahlen. Die Grün-Weißen haben sich danach im vergangenen Geschäftsjahr für eine Spielzeit ohne internationalen Wettbewerb gerüstet. In der Saison 2010/2011 konnten die Bremer unter der Geschäftsführung von Klaus Allofs, Klaus Filbry und Klaus-Dieter Fischer trotz sportlicher Probleme einen Umsatz von 119,9 Millionen Euro erzielen und einen Gewinn von 8,2 Millionen Euro ausweisen. Nach Vereinsangaben ist dies der zweithöchste Gewinn in der Werder-Geschichte. "Wir sind uns aber bewusst, dass diese positiven Zahlen vor allem durch die Einnahmen aus der Champions League getragen werden. Vorausschauend bewerten wir dieses Geschäftsergebnis als Absicherung für die laufende Saison ohne Europacup-Einnahmen", schränkte der Vorsitzende der Geschäftsführung Klaus Allofs allerdings am Montagabend ein.

"Ein Jahr ohne Champions League kann derzeit nicht allein mit dem Kerngeschäft Bundesliga aufgefangen werden." (Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs)

"Es ist unser Verständnis seriöser Arbeit schon jetzt darauf hinzuweisen, dass im kommenden Jahr solche Zahlen nicht möglich sein werden. Ein Jahr ohne Champions League kann derzeit nicht allein mit dem Kerngeschäft Bundesliga aufgefangen werden", so Allofs. Er stellte zugleich klar: "Dank unserer kontinuierlichen, soliden Haushaltsführung über Jahre hinweg können wir aber auch eine solche Phase mit eigenen Rücklagen ausgleichen."

Zwei Sponsoren fielen 2010 aus

Marketing-Geschäftsführer Klaus Filbry erläuterte darüber hinaus, dass die Rahmenbedingungen des letzten Jahres nicht nur durch die sportliche Lage geprägt worden seien, sondern auch durch den Ausfall zweier wichtiger Partner. Hierbei handelte es sich u.a. um die Beluga Reederei als auch um die Citibank, die inzwischen unter französischer Führung in Targobank umfirmiert worden ist und ihr Engagement reduziert hat. "Dennoch ist es uns gelungen durch die signifikante Ausweitung der Zusammenarbeit mit einem Partner wie InBev, mit neuen Team-11-Partnern wie BLG und Hansaflex, aber auch mit einem Neuzugang wie SigSolar in unserem Sponsorenpool, diese Situation mehr als zu kompensieren," so Filbry. Bei Werder befinde man sich zudem mitten in einem Konsolidierungsprozess bei dem "die einnahmeorientierte Ausgabenpolitik der zentrale Ansatz bleiben wird," so Filbry weiter.

Seit dem Abschluss des Stadionumbaus steht Werder Bremen das neue bargeldlose Bezahlsystem, die elektronische Zugangskontrolle sowie ein neues Ticketsystem zur Verfügung. "Wir bieten dadurch nicht nur höheren Service für unsere Fans, sondern erhoffen uns natürlich auch, unsere Einnahme-Möglichkeiten weiter zu verbessern", so Filbry.Auch im Internet hat man ordentlich aufgerüstet, um auch beim Markenerscheinungsbild weiter in der Bundesliga mitspielen zu können.

(FN)


 


 

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