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Motorradclub "Red Devils"

Rocker-Ausfahrt in Bremen endete friedlich in Oldenburg

Am Samstag veranstaltete der als Unterstützerclub der "Hells Angels" geltende Rockerclub "Red Devils" in Bremen eine Motorrad-Ausfahrt und hatte hierzu überregional Unterstützer und Mitglieder der beiden Clubs zur Teilnahme aufgerufen. Die Polizei beobachtete das Geschehen aufmerksam. Am Samstagabend trafen die Motorradfahrer in Oldenburg ein.

Anders als bei anderen Veranstaltungen dieser Art, wurde im Umfeld der Veranstaltung diesmal nichts von Durchsuchungsaktionen oder größeren Polizeiaktionen bekannt. Gleichwohl waren Beamte sowohl in Bremen, wo die Motorradausfahrt stattfand, wie auch in Oldenburg in größerer Anzahl präsent. 

Lage in Bremen angespannt

Seit dem Auftreten der aus dem libanesischen bzw ostanatolischen Raum stammenden Rocker des "Mongols MC" in Bremen, ist die Situation an der Weser angespannt. Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) hatte den Verein "Mongols MC" daher am 20. Mai 2011 verboten. Ebenso untersagt ist die Bildung einer Ersatzorganisation oder das Tragen von Vereinsemblemen der "Mongols". 

Bei Vorfällen 7. Mai 2011 und 13. Mai 2011 sollen nach Polizeiangaben "Mongols"-Mitglieder und Unterstützer "überfallartig" in großer  Zahl 49 Angehörige der verfeindeten Rockergruppierungen "Hells Angels"  und "Red Devils" angegriffen haben.  Dabei wurden zwei Mitglieder der "Red Devils" verletzt und mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden.Später fand die Polizei in einer Seitenstraße Holzlatten. Es werden immer noch Zeugen gesucht. Im Rocker-Millieu, wo man Probleme unter sich löst, immer wieder eine Herausforderung.

Neuer Club: Unruhe in Köln und Berlin

Während es in Bremen aktuell um die "Mongols" ruhig geworden ist, machten diese zuletzt in Köln von sich reden. Dort kam es am Rande eines Boxkampfes mit Boxer Felix Sturm in der Lanxess-Arena zu einer schweren Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der "Hells Angels" und jenen der dort gerade erst frisch gegründeten "Mongols". Nachdem im Vorfeld bei einem ebenfalls neu gegründeten "Mongols"-Ableger in Berlin Rohrbomben gefunden worden waren, war dieser Anwärter-Club bereits wieder aufgelöst worden. Die Sprengsätze galten nach einhelliger Meinung von Ermittlern der Hauptstadt- Konkurrenz der "Hells Angels".

Offiziell handelte es sich bei der Ausfahrt in Bremen am vergangenen Wochenende um einen sog. Gedenkkorso für zwei verstorbene Mitglieder der "Red Devils". Dass es in der Szene rumort, darauf deuteten aber die unauffällig abgestellten Fahrzeuge im Umfeld des Clubheims im Oldenburger Bahnhofsviertel hin. Während in einigen Polizeibeamte saßen, dürfte es sich bei anderen Fahrzeuginsassen um Sympathisanten aus der Rocker-Szene gehandelt haben. Kurios: sowohl Rocker wie auch Polizei scheinen mit dem selben Methodenbaukasten zu arbeiten.

Hafenfest-Besucher bekamen nichts mit

Von dem Treiben und dem zugehörigen Polizeiaufgebot bekamen am Samstag zahlreiche Besucher des Oldenburger Hafenfestes nebenan allerdings nichts mit. Die Polizei hatte ihre Mannschaftswagen so unauffällig in Seitenstraßen postiert, dass der Fokus des Interesses der Hafenfest-Besucher mehr auf einem dortigen Entenrennen lag, als auf den hin und wieder vorbeifahrenden Motorrädern. Allenfalls die große Zahl von schweren Motorrädern vor Imbissbuden und Eiscafes ab Sonntagmittag dürfte manchen Alt-Oldenburger gewundert haben. Auch die Bremer Polizei teilte zu Redaktionsschluss keine Vorkommnisse bei der vorangegangenen Ausfahrt an der Weser mit.

(Red. / oy)


 


 

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