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Multiresistente Keime

MRSA-Fachfortbildung im Kreishaus Osnabrück

Multiresistente Erreger, insbesondere Methicillinresistente Staphylococcus aureus – kurz MRSA -, stellen in allen Einrichtungen des Gesundheitswesens zunehmend ein Problem dar. Sie können - wie zuletzt in Bremen - in Krankenhäusern, Arztpraxen oder Pflegeheimen wie auch im Pflege- oder Rettungsdienst auftreten. Der Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück bot daher jetzt eine Fortbildung für Mitarbeiter im stationären oder ambulanten Pflegebereich wie auch für Ärzte an.

Themen waren neben dem aktuellen Wissensstand auch regionale Zahlen und Fallbeispiele aus der Praxis. „Alle Beteiligten sind aufgefordert, die MRSA-Rate und die Zahl der Neuinfektionen zu reduzieren. Die Sicherheit von Patienten, Bewohnern, Personal und Angehörigen muss im Vordergrund stehen“, appellierte Dr. Gerhard Bojara, Leiter des Gesundheitsdienstes, an die anwesenden Fachleute. Dr. Jutta Esser, Expertin in der Mikrobiologie, ergänzte: „Die aktuellen Fallbeispiele machen deutlich, dass der Austausch und Informationsfluss zwischen den verschiedenen Einrichtungen des Gesundheitswesens deutlich verbessert werden muss.“ Einig waren sich die Beteiligten darüber, dass ein zielgerichtetes, vernetztes Handeln dringend erforderlich ist. Dazu kooperiert das MRSA-Netzwerk Osnabrück mit dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt und dem Euregio-Projekt EurSafety Health-net und erarbeitet Standards im Umgang mit MRSA für den stationären und ambulanten Bereich.

Niedersachsenweit erste Veranstaltung

Ab dem 1. April können Ärzte hierdurch bestimmte Leistungen im Bereich der MRSA-Bekämpfung vergütet bekommen. „Voraussetzung dafür ist ein Zertifikat, welches die Ärzte auf entsprechenden Fortbildungsveranstaltungen erwerben können“, erläutert Bojara. Das MRSA-Netzwerk Osnabrück habe niedersachsenweit eine der ersten Veranstaltungen dazu angeboten.

Wichtig seien ein regelmäßiger Informationsaustausch und eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten, so Bojara weiter. Da die aktuelle Veranstaltung mit 170 Teilnehmern ausgebucht gewesen sei und nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden konnten, werde bereits die nächste Veranstaltung vorbereitet, freut sich der Mediziner.

(Redaktion)


 


 

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