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Nokia Siemens Networks

NSN will Zentralstandort München vorerst erhalten

Der Münchner Standort des verlustreichen Joint Ventures Nokia Siemens Networks (NSN) soll nun vorerst doch bestehen bleiben. Das Unternehmen verständigte sich am Freitag mit der IG Metall und den NSN-Betriebsräten auf die Eckpunkte der anstehenden Restrukturierung.

Entgegen der im Januar bekannt gegebenen Pläne sollen laut IG Metall rund 2.000 der derzeit 3.600 Mitarbeiter für mindestens drei weitere Jahre am größten NSN-Standort verbleiben. "NSN bleibt in München", bestätigte Siemens-Finanzvorstand Joe Kaser dem "Münchner Merkur" (Samstagausgabe). Das Wirtschaftsministerium begrüßte die Einigung.

Für die übrigen 1.600 Mitarbeiter seien alternative Lösungen gefunden worden, teilte die Gewerkschaft mit. Dazu gehörten Altersteilzeitverträge für Arbeitnehmer nahe dem Rentenalter und eine Transfergesellschaft für mindestens zwei Jahre. Wie NSN am Freitagabend aus Finnland verlauten ließ, sollen die betroffenen Mitarbeiter in der auf zwei Jahre angelegten Auffanggesellschaft für Stellen außerhalb des Unternehmens vorbereitet werden. Kaser bezeichnete das Verhandlungsergebnis im Gespräch mit der Zeitung als "Verdienst einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit" beider Seiten "unter sehr schwierigen Bedingungen".

Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) verbuchte die Einigung auch als Erfolg der Landesregierung: "Es war eines unserer wichtigsten Anliegen, möglichst viele Arbeitsplätze und insbesondere den Standort München zu sichern." Dafür hätten er und Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) sich mit Nachdruck beim Siemens-Management eingesetzt. Zugleich bedauerte Zeil, "dass nicht alle Arbeitsplätze erhalten werden können, aber dieser Abbau ist wohl unvermeidlich, um den Standort als Ganzes erhalten zu können".

NSN hatte angekündigt, knapp 3.000 von 9.100 Stellen in Deutschland streichen und den Zentralstandort München bis zum Jahresende schließen zu wollen. An diesem Ziel will die Firmenleitung nach eigenen Angaben auch weiterhin festhalten. Weltweit sollen bei dem deutsch-finnischen Unternehmen 20.500 von 74.000 Stellen wegfallen.

(dapd )


 


 

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