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  • 27.03.2012, 08:21 Uhr
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  • Düsseldorf/Bremen/Osnabrück
Flugverkehr

Warnstreiks auf Flughäfen Bremen, Hannover und Münster-Osnabrück

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes hat die Gewerkschaft Verdi die seit Tagen andauernden Warnstreiks am Dienstag auf die größten deutschen Flughäfen ausgeweitet. Betroffen sind zu Beginn der Osterreisewelle auch die Flughäfen Bremen, Hannover und Münster-Osnabrück.

Aufgerufen zu dem mehrstündigen Ausstand sind die Mitarbeiter in der Flugabfertigung. Hunderte Flüge wurden annulliert. Darüber hinaus sind die Beschäftigten in Kommunen und Einrichtungen des Bundes in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und in Hamburg zum Warnstreik aufgerufen. Verdi will damit den Druck auf die öffentlichen Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde verstärken.

Zu den Arbeitsniederlegungen sind Beschäftigte an den Airports Frankfurt, Köln/Bonn, Düsseldorf, München Bremen, Hannover, Münster-Osnabrück, Dortmund und Stuttgart aufgerufen. Hinzu kommt ein Streik der Mitarbeiter des Bodendienstleisters Globeground an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld, der weitere Annullierungen zur Folge hat.

Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main traten die Angestellten ab 5:00 Uhr in den Ausstand. Wie ein Flughafensprecher sagte, hat die Lufthansa wegen des Ausstands 426 Flüge von und nach Frankfurt gestrichen.

Nahverkehr in Rheinland-Pfalz betroffen

In Nordrhein-Westfalen legten nach Gewerkschaftsangaben an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn mehrere Hundert Mitarbeiter ihre Arbeit nieder. Auch die Airpots Dortmund und Münster/Osnabrück waren betroffen. In München sind die Angestellten der Flughafen München GmbH und der Abfertigungstochter Aeroground zum Warnstreik aufgerufen. Die Arbeitsniederlegung sollte bis 12.00 Uhr dauern. Die meisten Maschinen werden in München nach Angaben von ver.di gar nicht oder nur verspätet starten. Die Lufthansa hatte zuvor bereits 50 Flüge im innerdeutschen Luftverkehr von und nach München annulliert.

In Rheinland-Pfalz ist der Nahverkehr betroffen. In Mainz, Kaiserslautern, Pirmasens, Trier und weiteren Städten blieben die Straßenbahnen und Busse in den Depots, wie ein ver.di-Sprecher sagte. Gestreikt werde auch in Kindergärten in Mainz und Ludwigshafen. Zum Ausstand komme es zudem in Rathäusern, Kliniken, Arbeitsämtern, Sparkassen, Stadtwerken sowie Wasser- und Schifffahrtsämtern.

Friedrich: Streikausweitung "unangemessene Reaktion"

Im Saarland trat die Müllabfuhr in Saarbrücken in einen ganztägigen Streik. Auch Müllwerker in anderen großen Städten legten die Arbeit nieder. Bestreikt werden unter anderem Bürgerämter, Kindergärten, Krankenhäuser, das Staatstheater und die Müllverbrennungsanlage Velsen in Saarbrücken. Auf einer Kundgebung auf dem Tbilisser-Platz in Saarbrücken (12:00 Uhr) soll der Bundesvorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Frank Bsirske, zu den Streikenden sprechen.

Mit den Arbeitsniederlegungen will Verdi in der laufenden Tarifrunde im öffentlichen Dienst der Forderung nach 6,5 Prozent mehr Gehalt für die rund zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen durchsetzen. Die Arbeitgeber bieten derzeit 3,3 Prozent mehr Geld für zwei Jahre.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich kritisierte die Ausweitung der Streiks auf Flughäfen als "unangemessene Reaktion". "Da wir ein substanzielles Angebot gemacht haben, ist es ungerechtfertigt, die Bevölkerung jetzt mit diesen Streiks zu malträtieren", sagte der CSU-Politiker der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Dienstagausgabe).

(dapd )


 


 

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