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Am Tag vor der Präsidentschaftswahl 2012

Russland-Themenabend im NDR Fernsehen

Mehr als 100 Millionen Wählerinnen und Wähler sind am Sonntag aufgerufen, ihre Stimme für Russlands nächsten Präsidenten abzugeben. Wladimir Putin strebt das höchste Amt des Staates bereits zum dritten Mal an. Dass er die Wahl gewinnt, scheint - trotz des massiven Protests gegen ihn - so gut wie sicher. Das NDR Fernsehen zeigt am Sonnabend, 3. März, einen Themenabend.

Los geht es um 20:15 Uhr mit der Naturdokumentation "Wildes Russland - Der Kaukasus" von Tom Synnatzschke und Henry Mix. Zwischen Europa und Asien, eingezwängt zwischen dem Schwarzen Meer und Kaspischen Meer, ragen gewaltige Berggipfel über 5.000 Meter hoch in den Himmel. Der Kaukasus ist eine Welt voller Vielfalt und Gegensätze, wo Sandwüsten und eisige Gletscher aufeinander treffen. Im Laufe der Evolution sind dort Tierarten entstanden, wie man ihnen sonst nirgends begegnet. Doch obwohl gut 3.000 Quadratkilometer des Hochgebirgssystems streng geschützt sind, nimmt die Wilderei überall zu.

Um 21:00 Uhr folgt "Ich, Putin - Ein Portrait". Der mehrfach preisgekrönte Fernsehautor Hubert Seipel begleitete Wladimir Putin über Wochen in Russland. Er führte mehrere Interviews mit dem russischen Ministerpräsidenten - auch über die Gründe der skeptischen Haltung westlicher Politiker ihm gegenüber. Seipel war nicht nur dann dabei, wenn Putin beim Judo Gegner schultert oder seine Leibwächter beim Eishockeyspielen herausfordert. Er beobachtete einen der mächtigsten Politiker der Welt in seinem wohl schwierigsten Wahlkampf: Sein Volk verlangt offenbar zunehmend weniger nach Wladimir Wladimirowitsch Putin aus Petersburg, als dieser wahr haben will. Offenkundige Fälschungen bei der letzten Parlamentswahl im vergangenen Dezember und die massive Korruption im Lande treiben erstmals tausende von Putin-Gegnern auf die Straße. Es ist der Anfang einer politischen Auseinandersetzung um das, was in einer russischen Zivil-Gesellschaft in Zukunft geht - und was nicht.

"Russisch Roulette" heißt der Zweiteiler von 2012 mit Katharina Böhm, Heinz Hoenig, Wolf Roth, Hansjürgen Hürrig, Merab Ninidze u. a., den das NDR Fernsehen um 22:15 Uhr und 23:45 Uhr zeigt. Im Mittelpunkt der deutsch/österreichischen Produktion von Rolf-René Schneider (Drehbuch) und Gert Wilden (Regie) steht die deutsche Journalistin Katherina Wagner, die mit ihrem achtjährigen Sohn Nikolai nach St. Petersburg reist, um das Grab ihres Mannes Viktor Kunin zu besuchen. Der investigative russische Journalist kam unter mysteriösen Umständen ums Leben. In der U-Bahn verschwindet Nikolai spurlos. Katherina ist geschockt. Wie aus dem Nichts taucht der freundliche polnische Schrotthändler Adam Markowski auf, um sie bei der Suche nach ihrem Kind zu unterstützen. Die russische Polizei macht ihr keine großen Hoffnungen. Wolfgang Fischer, der frühere Chef ihres Mannes, beauftragt seinen kompletten Redaktionsstab mit der Suche nach dem Jungen - ohne Ergebnis ...

"Über Moskau ist der Kreml und über dem Kreml ist nur Gott": Mit diesem Sprichwort beschreiben die Russen voller Ehrfurcht die Bedeutung des Bauwerks. Hinter den Mauern dieser Festung, deren Errichtung der untersten Schichten bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht, schlägt das "Herz" des Landes. Eric Friedler und Natalia Kasperovich zeigen in ihrem Film "Der Kreml - Im Herzen Russlands" (1.15 Uhr) diese bisher sorgsam vor der Öffentlichkeit verborgene Welt. Das Team vom NDR konnte als erster ausländischer Sender die Menschen befragen, die im Kreml arbeiten und leben.

Russland erlebt im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen die größten Demonstrationen von Regierungsgegnern seit fast zwanzig Jahren. Nicht nur in Moskau oder St. Petersburg: Im ganzen Land gehen Menschen auf die Straße. In ihrer Dokumentation "Götterdämmerung im Kreml? - Opposition gegen Putin" (2:15 Uhr) beschreiben die Moskauer ARD-Korrespondenten Ina Ruck und Georg Restle die Hintergründe dieses russischen Frühlings mitten im Winter. Was treibt die Menschen bis ins hinterste Sibirien auf die Straße? Hat das System Putin wirklich ausgedient?

Für ihre Dokumentation "Olga Fjodorownas großer Tag - Wie die Russen den Sieg über Hitlerdeutschland feiern" (3:00 Uhr) begleitete Ina Ruck im Jahr 2010 die 88-jährige Olga nach Moskau, wo sie bei der großen Siegesparade über den Roten Platz mitmarschieren will. Die ehemalige Flakschützin hat eine Einladung vom Präsidenten persönlich.

Sendetermin: Sonnabend, 3. März 2012, ab 20:15 Uhr im NDR Fernsehen.

(Redaktion)


 


 

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