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Offshore-Windkraft

SPD und Grüne kritisieren niederländischen Netzbetreiber Tennet

Die Opposition im Bundestag kritisiert die Strategie von Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) zur Beschleunigung des stockenden Ausbaus der Windkraft auf See. Vertreter von SPD und Grünen kritisierten gegenüber der "Saarbrücker Zeitung" insbesondere das Festhalten am niederländischen Netzbetreiber "Tennet" und forderten eine Beteiligung durch den deutschen Staat.

Der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Matthias Miersch, sagte der Zeitung: "Wir brauchen eine Netz-AG." Sonst drohten dem Offshore-Ausbau große Gefahren. An den Stromnetzen müsse die deutsche öffentliche Hand beteiligt sein, und zwar mit einem solchen Anteil, dass es eine "Steuerungsfähigkeit" durch die Bundesrepublik gebe. "Tennet" habe viel zu hohe Renditeerwartungen. "

Höhn: Staatseigene KfW wird sich beteiligen müssen

Ähnlich äußerte sich die Grünen-Umweltpolitikerin Bärbel Höhn: "Tennet" sei ein "überfordertes Unternehmen mit zu wenig Eigenkapital ", sagte sie der "Saarbrücker Zeitung". "Letztlich wird sich der Bund finanziell über die staatseigene KfW-Bank beteiligen müssen, wenn man den Karren wieder flott kriegen will." Höhn kritisierte außerdem, dass die Netzbetreiber nach dem geplanten Gesetzentwurf der Bundesregierung die von ihnen eventuell zu zahlenden Haftungsschäden bei Störungen bundesweit auf die Stromkunden umlegen können sollen.

(Redaktion)


 


 

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