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E.on-Schließungspläne beschäftigen die Landesregierung

Der Energieriese E.on hat in den vergangenen Wochen einen massiven Stellenabbau angekündigt (business-on.de berichte). Auch der große E.on-Standort Hannover ist von den Plänen der Düsseldorfer betroffen. In zwei Schritten soll hier massiv Personal wegfallen. Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) sieht viele Fragen offen.

Die aktuellen Aussagen von E.on zu den vier Standorten in Deutschland und besonders zu Hannover werfen weiterhin viele Fragen auf. Aus Sicht der Landesregierung sind vor allem die Ankündigen für einen Stellenabbau im zweiten Schritt im kommenden Frühjahr geeignet, die Mitarbeiter und ihre Familien noch mehr zu verunsichern", sagte Bode.

E.on hatte angekündigt, am Standort Hannover 500 bis 1.000 Stellen abzubauen. Bislang sind in der Landeshauptstadt, in der aktuell noch die Stromerzeugung gesteuert wird, 2.500 Menschen in Lohn und Brot. Bis zum Frühjahr 2012 will E-on weitere Einsapar- und Organisationspotenziale identifizieren und schließt dann auch weitere Stellenstreichungen in einem Umfang von 30 bis 40 Prozent nicht aus. Auch die Stellenanzahl in München, von dem aus Bislang das Deutschland-Geschäft betrieben wurde, muss personell bluten. Dort werden von 2.500 Mitarbeitern noch 1.000 bis 1.500 übrig bleiben. Mindestens bis zum Frühjahr 2012.

Bode: Traditionsreichen Standort Hannover erhalten

Auch am Stammsitz in Düsseldorf hat E.on den Rotstift angesetzt und trennt sich hier von 1.000 bis 1.3000 Mitarbeitern. Bislang sind dort 2.600 Mitarbeiter beschäftigt. Laut Ankündigungen des Konzerns sollen die Zentralfunktionen in Düsseldorf und Essen konzentriert werden. In Essen war bislang die E.on Ruhrgas angesiedelt. Dort bezog man erst im Jahr 2010 die neue Essener Zentrale, Baukosten: 200 Mio. Euro. Das Unternehmen wird aufgrund der inzwischen starken Konkurrenz auf dem Gasmarkt zerschlagen und der Energiehandel nach Düsseldorf übertragen. In Essen soll künftig das bisher in München betreute Deutschlandgeschäft betreut werden.

Nach Angaben von Wirtschaftsminister Bode, will die Niedersächsische Landesregierung die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen. In Hannover will man sich darüber hinaus darum bemühen, dass der Energiekonzern den geplanten Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich durchführt. "Ziel muss es sein, dass die Belegschaft größtmögliche Transparenz darüber erhält, wie es für sie weitergeht. Deswegen werden wir weiter in Gesprächen mit E.on bleiben," sagte Bode. Für Niedersachsen sei es besonders wichtig, dass der traditionsreiche Standort Hannover erhalten bleibe.  Die Landeshauptstadt war Sitz der "PreussenElektra", Deutschlands zweitgrößtem Energieversorger. Das Unternehmen fusionierte im Jahr 2000 gemeinsam mit der Bayernwerk AG zur E.on Energie, einem 100-prozentigen Tochterunternehmender E.on AG. Die Mutterholding E.on AG gründete sich wiederum im Jahr 2000 aus den beiden Energiekonzernen VEBA und VIAG. Die im Dax gelistete E.on AG ist einer der größten nichtsstaatlichen Energiekonzerne der Welt.

(Redaktion)


 


 

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