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Niedersachsen

Greenpeace will im Landkreis Uelzen Windgas erzeugen

Der Energieversorger Greenpeace Energy will in Suderburg (Landkreis Uelzen) eine Windgas-Erzeugungsanlage errichten, die Windstrom in Gas umwandelt.

"Suderburg soll ein wichtiger Baustein für die Energiewende werden", sagte Greenpeace-Energy-Vorstand Steffen Welzmiller am Mittwoch in Hamburg. Greenpeace Energy werde die Anlage bauen und betreiben. Das niederländische Unternehmen Gasunie übernehme den Anschluss an das Gasnetz und werde das Windgas in das überregionale Erdgastransportnetz einspeisen.

Bei diesem Gas handelt es sich nach Angaben der Umweltorganisation Greenpeace um ein erneuerbares Gas, das aus überschüssigem Windstrom gewonnen wird. Es entstehe durch die Umwandlung in Wasserstoff, der ins Erdgasnetz eingespeist wird. Das Gasnetz werde so zum Langzeitspeicher für erneuerbare Energien.

Ein Megawatt Betriebsleistung

Die Anlage werde mindestens ein Megawatt Betriebsleistung liefern, sagte Greenpeace-Energy-Sprecher Henrik Düker auf Anfrage. Greenpeace Energy und Gasunie planen, die Anlage Ende 2013 in Betrieb zu nehmen.

Greenpeace Energy ist eine Genossenschaft , die 1999 auf Initiative von Greenpeace entstand und seit 2000 bundesweit "sauberen" Strom anbietet.

(dapd)


 


 

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2 Kommentare

von Henning Flessner
24.09.12 15:59 Uhr
mieser Wirkungsgrad

Bei der Umwandlung von Strom in Gas und dann wieder in Strom geht über die Hälfte der Energie verloren.
Wasserstoff darf dem Erdgas nur in kleinen Mengen zugeführt werden, sonst funktionnieren die Brenner in unseren Gasherden und Gasheizungen nicht mehr richtig.
Im Labormassstab geht vieles, dass im Grossen dann doch Probleme bereitet.

von Oliver Gosciniak
26.09.12 02:59 Uhr
Wasserstoff = Universelle Energie

"Miese Wirkungsgrade" gibt es auch woanders, z.B. bei Atom- oder Kohlekraftwerken.
Das hochgelobte und nagelneue BOA-Kraftwerk "Neurath 2" hat nur einen Wirkungsgrad von 43 %.
"Kleine Menge" ist relativ. Das Gashandwerk schätzt, daß bis zu 10 % möglich sind. 10 % vom gesamten deutschen Gasverbrauch sind verdammt viel!
Außerdem kann man Wasserstoff unmittelbar zum Autofahren verwenden oder in Brennstoffzellen rückverstromen.
Bei Pumpspeichern ist zwar der Wirkungsgrad besser, für diese sind jedoch massive Eingriffe in die Natur vonnöten.
Die Windgas-Elektrolyseure sind kaum größer als eine Doppelgarage.
Bei der gegenwärtigen Praxis der Stromkonzerne im Falle eines Stromüberangebotes der Erneuerbaren (Windrad ausschalten) liegt der Wirkungsgrad bei 0.
Durch die Windgas-Technik können diese Überschüsse endlich sinnvoll genutzt werden.

 

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