Sie sind hier: Startseite Weser-Ems Business-News
Weitere Artikel
Niedersachsen

EU-gefördertes Forschungsprojekt soll Ladezeiten von Elektroautos minimieren

Damit Elektrofahrzeuge künftig nicht mehr stundenlang an die Ladestation müssen, um ihre Batterien aufzuladen, fördert das Niedersächsische Wissenschaftsministerium jetzt ein auf zwei Jahre angelegtes Verbundprojekt. Ziel ist es, Erfahrungen mit Schnellladungen von Elektrofahrzeugen und den Voraussetzungen für den künftigen Ausbau eines Netzes von Ladestationen zu gewinnen.

Das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen der Technischen Universität Clausthal (TUC) arbeitet dazu mit den Universitäten aus Braunschweig, Göttingen, Hannover und Oldenburg sowie mit der Außenstelle des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts (HHI) zusammen. Weitere Partner sind Hersteller von Ladesäulen und Fahrzeugen sowie Tankstellen.

Das Projekt umfasst ein Gesamtvolumen von etwa 1,2 Millionen Euro. Das Land setzt dafür EU-Fördergeld (EFRE) in Höhe von 511.000 Euro ein. Öffentliche und private Kooperationspartner beteiligen sich mit rund 380.000 Euro. Den Restbetrag steuert die TUC bei.

Ladezeiten auf höchstens 30 Minuten reduzieren

„Das Ziel der Wissenschaftler ist, die Ladezeit der Fahrzeugbatterie auf höchstens 30 Minuten zu reduzieren. Mit den Erkenntnissen aus diesem zukunftsweisenden Projekt am EnergieCampus in Goslar, haben wir die Chance, die Alltagstauglichkeit und Einsatzmöglichkeit von Elektrofahrzeugen erheblich zu steigern", so Niedersachsens Wissenschaftsministerin Prof. Johanna Wanka.

Bisher könnten die Batterien von Elektrofahrzeugen der starken Beanspruchung bei gängigen Schnellladeverfahren noch nicht standhalten, erläutert Diplomphysiker Raoul Heyne, einer der vier wissenschaftlichen Betreuer des Projekts. Deshalb werden an drei Elektrofahrzeugen und fünf Elektrorollern unterschiedliche Ladeverfahren getestet. Mithilfe der faseroptischen Sensortechnik wird das Temperaturfeld der Batterie während der Versuche gemessen und die Ladeleistung so eingestellt, dass keine schädlichen Temperaturen auftreten, die die Lebensdauer der Batterie überproportional verkürzen. Dieses Verfahren sei ein völlig neuer Ansatz, so Heyne.

(Redaktion)


 


 

Elektrofahrzeuge
Batterie
Ladeleistung
Niedersachsens Wissenschaftsministerin Prof
Projekt
Temperaturen
Ladestation

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Elektrofahrzeuge" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: